Rapperswil

Gölä zeigt, wie schnell der Gepard rennt

Wie lange taucht ein Pinguin, wie viel frisst ein Elefant pro Tag? Dies können die Besucher in Knies Kinderzoo spielerisch erlernen. Kurz vor dem Saisonstart hat mit Mundartsänger Gölä ein prominenter Gast den Zoo besucht.

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Er ist schnell wie der Blitz: Vierzig Meter legt der Gepard in drei Sekunden zurück – und ist damit schneller als jedes andere Tier der Welt. Diesen Rekord zu toppen, dürfte auch so manchem Zoo­besucher schwerfallen. Sänger Gölä jedenfalls scheitert bei seinem Versuch kläglich: Knappe zehn Meter legt er auf der rot markierten Sprintstrecke in Knies Kinderzoo zurück. Die Journalisten johlen, die Foto­grafen blitzen, Gölä lacht verschmitzt. Ein bisschen müsse er wohl noch üben, sagt der 47-Jährige, bevor er sich wieder Sohn Lenny (12) zuwendet und mit ihm die Geparde betrachtet. Er, der prominente Besucher, hält sich beim Zoorundgang mit Franco Knie sen. lieber im Hintergrund, weg von der Medienschar, weg vom Rampenlicht. Er stehe nicht so gern im Mittelpunkt, das Reden überlasse er lieber anderen. Doch ganz ums Reden kam er gestern nicht herum. Zoodirektor Benjamin Sinniger – «Ich bin Göläs grösster Fan» – hatte den Berner Mundartrocker wenige Tage vor dem Saisonauftakt im Kinderzoo eingeladen. Grund ist Göläs neues Hörbuch, das im Circus Knie spielt (siehe Kasten).

Luft anhalten wie Pinguine

Die rote Sprintstrecke vor der Gepardenanlage ist nicht die einzige Neuerung im Kinderzoo. Wenn morgen Samstag nach der Winterpause die Pforten wieder aufgehen, zeigt sich den Besuchern eine ganze Reihe von interaktiven, spielerischen Elementen. Dazu gehört auch eine Kugelbahn vor der Pinguinenanlage. Eine rollende Kugel veranschaulicht, wie lange Pinguine auf ihren Tauchgängen die Luft anhalten: Im Schnitt ist dies eine Minute. Während sich die Kugel ihren Weg bahnt, können sich Kinder die Nase zuhalten. «So bekommen sie ein Gefühl dafür, wie lange Pinguine unter Wasser ‹fliegen›», erklärt Sinniger die Idee hinter der Installation.

Insgesamt drei solche Erlebnis-posten finden sich neu im Rap­pers­wiler Kinderzoo. Der dritte steht vor der Elefantenanlage. Thema: das Tier mit der grössten Nase, das jeden Tag 120 Kilo Grünfutter frisst und ebenso viele Liter Wasser trinkt. Die Besucher können sich auf eine Waage stellen, um sich dieses Gewicht vor Augen zu führen.

Alle drei Elemente sind Teil des neuen Edukationssystems, mit dem der Kinderzoo Informationen über seine 44 Tierarten greifbarer machen will. Die Installationen sollen Zoobesucher jeden Alters ansprechen – «von 0 bis 99 Jahren», sagt Sinniger. In den nächsten drei Jahren sollen weitere interaktive Mittel hinzukommen; geplant sind insgesamt deren 20.

«Ferieninsel» für Lemuren

Und noch etwas ist neu im Kinderzoo: Die Katta-Äffchen haben vor kurzem ihr neues Zuhause bezogen. Das neue Lemurenhaus wurde in den letzten drei Monaten erstellt und löst das langjährige Provisorium ab. Der Neubau bietet den putzigen Tierchen vor allem jede Menge Spielgeräte wie Baumstämme und Schaukeln. «Damit wird ihnen ­sicher nicht langweilig», erklärt Stefano Ghisleni von der Ghisleni Partner AG, Rapperswil, die den Neubau entworfen hat. Durch eine Glasscheibe können die Besucher die Äffchen mit den frechen Gesichtern beobachten. Neu ist zudem ein Übergang zu einem zusätzlichen Gehege. Ghisleni nennt es die «Ferieninsel der Lemuren». «Dorthin gehen sie, wenn sie mal eine andere Perspektive haben wollen.» Auch wenn die Kattas ihr neues Daheim erst kürzlich bezogen haben, fühlen sie sich darin offensichtlich wohl: Wie Sinniger sagt, kamen genau 24 Stunden nach dem Einzug der Lemuren zwei Jungtiere zur Welt. «Ein schöneres Geschenk hätten wir uns nicht wünschen können.»

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Erstellt: 04.03.2016, 08:33 Uhr

Wichtige Meilensteine

Die Saison 2015 war für Knies Kinderzoo eine intensive Zeit mit vielen Investitionen, sagte Franco Knie sen. gestern vor den Medien. In seinem Rückblick unterstrich er die drei Grossprojekte – den neuen Elefantenpark sowie die Anlagen für die Geparden und die Pinguine – und sprach von wichtigen Meilensteinen. Der Kinderzoo müsse sich stetig weiterentwickeln, sagte er und verwies auf das neue Edukationssystem. Auch in Zukunft seien Investitionen unumgänglich.?(rkr)

Schauplatz Circus Knie

Für sein neues Hörbuch «Papagallo & Gollo im Circus Knie» schnupperte der Mundart­sänger Gölä bei Familie Knie Zirkusluft. Sein 10. Hörbuch für Kinder präsentierte er gestern in Knies Kinderzoo erstmals den Medien. Die beiden Weltenbummler, Papagei «Papa­gallo» und «Gollo», eine Comic-Anlehnung an den Sänger, erleben verschiedene Abenteuer in der Zirkusmanege. Im Hörbuch übernehmen nebst Sänger Gölä auch die Knies diverse Sprechrollen – unter anderem Franco Knie sen., Franco Knie jun., ­Doris Knie sowie der zehn­jährige Chris Rui Knie. (rkr)

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