Opfikon

Bezahlbarer Wohnraum schliesst Baulücke

Der Opfiker Stadtteil Glattpark wächst weiter. Am Mittwoch erfolgte direkt am Eingang zum Quartier der Spatenstich für eine Genossenschaftssiedlung mit fast 300 Wohnungen. Der Bezug ist für 2018 geplant.

So soll die Siedlung im Glattpark aussehen.

So soll die Siedlung im Glattpark aussehen. Bild: Visualisierung ABZ

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Für Peter Schmid, Präsident der Allgemeinen Baugenossenschaft Zürich (ABZ), war der gestrige Spatenstich ein besonderes Erlebnis. «Es ist schon über zehn Jahre her, seit wir den letzten Spatenstich auf einer grünen Wiese feiern durften», führte er aus. Die besagte grüne Wiese steht im Opfiker Stadtteil Glattpark. Die ABZ wird dort 294 Wohnungen realisieren. «Rund 800 Menschen sollen einmal hier ­leben», sagte Schmid.

Auf einer Fläche von rund 24 000 Quadratmetern direkt am Eingang zum Opfikerpark und mit Blick auf den Glattparksee sollen bis im Herbst 2018 vier unterschiedliche Gebäudetypen entstehen. Neben einem Wohnungsmix von 1½- bis 6½- Zimmer-Wohnungen für Ein- und Zweipersonenhaushalte sowie Familien umfassen die Gebäude auch ein Raumangebot für eine Hausgemeinschaft 55+. Zudem sind die Integration eines Gemeinschaftsraums und private sowie gemeinschaftlich genutzte Aussenräume geplant. So sollen im Gartenhof Spielwiesen und Pflanzgärten entstehen.

In den Erdgeschossen sind Gewerbeflächen und Ateliers vor­gesehen, am Siriusplatz bei der Haltestelle Fernsehstudio sind eine Kinderbetreuung sowie ein Gastrobetrieb vorgesehen. Letzteres sei sowohl für die Belebung der künftigen Siedlung als auch des gesamten Stadtteils Glattpark wichtig, meinte Schmid. «Wir wollen ein Teil des Herzens des Quartiers werden und uns im Quartierverein engagieren», sagte er weiter.

Nur jede zweite Wohnung erhält einen Parkplatz

Das ABZ-Projekt sieht vor, die Zielwerte von Minergie-P-Eco und der 2000-Watt-Gesellschaft zu erfüllen. Für zwei Wohnungen steht jeweils ein Parkplatz zur Verfügung, was total rund 150 Plätze ausmacht. Parkplätze für Mobility-Autos oder Vorkehrungen für Elektroautos sind an­gedacht. Zudem sind rund 800 Veloabstellplätze vorgesehen, und auf den Dächern der ABZ- Siedlung werden Fotovoltaik­anlagen installiert.

Für den Opfiker Stadtrat Bruno Maurer, Vorsteher Bau und Versorgung, hat das Vorhaben noch eine weitere Bedeutung. Denn die Gebäude der ABZ werden die Baulücke entlang des Glattparksees schliessen. «Mit der Siedlung der ABZ wird die Skyline des Glattparks auf dieser Seite vollständig geschlossen werden», erklärte er.

Erstellt: 30.11.2016, 12:47 Uhr

Hintergrund und Details

2011 stimmte die Generalversammlung der Allgemeinen Baugenossenschaft Zürich (ABZ) dem Kauf von 24 000 Quadratmetern Bauland im Opfiker Stadtteil Glattpark zu. Verkäuferin war die Stadt Zürich, im Gegenzug gab die ABZ ihr die Siedlung Erikastrasse im Baurecht ab. Nachdem der Gemeinderat der Stadt Zürich dem Verkauf zugestimmt hatte, erfolgte 2013 die Eigentumsübertragung. Um ein geeignetes Projekt zu ­ermitteln, führte die ABZ einen Architekturwettbewerb mit acht Teams durch. Diesen gewannen Pool Architekten und Studio Vulkan Landschaftsarchitektur (beide aus Zürich). Daneben ist die HRS Real Estate AG mit der Realisierung des Projekts beauftragt.
Die ABZ – mit einem Portfolio von rund 4500 Wohnungen, ­verteilt auf 59 Siedlungen in der Stadt und Region Zürich die grösste Wohnbaugenossenschaft der Schweiz – hat sich zum Ziel gesetzt, mehr bezahlbaren Wohnraum für mehr Menschen in der Stadt Zürich und Umgebung zu schaffen. In der geplanten Siedlung in Glattpark werden insgesamt 294 Wohnungen zwischen 1½ Zimmern (45 m2) und 6½ Zimmern (138 m2) entstehen. Die Bruttomiete soll zwischen 1000 und 2230 Franken liegen. Rund neun Monate vor dem ­Bezug werden die Wohnungen auf der ABZ-Website aus­geschrieben. (red)

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