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«Hacker»-Student an der ETH Zürich verhaftet

Die Zürcher Kantonspolizei hat einen Studenten verhaftet, der mit fremden Zugangsdaten in das Netzwerk der ETH Zürich eingedrungen ist. Er sitzt in Untersuchungshaft.

Der Student wurde vor dem Computer sitzend erwischt und verhaftet.
Der Student wurde vor dem Computer sitzend erwischt und verhaftet.
Keystone

Eine unbekannte Täterschaft habe sich während einigen Tagen mit fremden Daten in das ETH-Netzwerk der ETH Zürich eingeloggt, über das System Software bestellt und zudem sensible Daten heruntergeladen, teilte die Oberstaatsanwaltschaft am Freitag mit.

Die Manipulationen hatten ETH-Mitarbeiter der Abteilung Sicherheit und Informatikdienste am 26. Januar entdeckt. Daraufhin reichte die ETH Anzeige gegen Unbekannt ein, wie sie in einer Mitteilung schreibt.

Mit den polizeilichen Ermittlern des Kompetenzzentrums Cybercrime wurden daraufhin unverzüglich erste Sicherheitsmassnahmen eingeleitet, um das Netzwerk vor weiteren Angriffen zu schützen. Zudem wurde ein Strafverfahren wegen unbefugten Eindringens in ein Datenverarbeitungssystem und unbefugter Datenbeschaffung eröffnet.

In flagranti am PC erwischt

Laut Oberstaatsanwaltschaft konnte der mutmassliche Hacker «dank der sehr guten und eingespielten Zusammenarbeit des gesamten Teams» und «massgeblichen Unterstützung der ETH» bereits zehn Tage nach der Anzeige verhaftet werden. Der Hacker sei in flagranti an seinem Computer erwischt worden. Es handle sich um einen Studierenden der ETH Zürich.

Zu seiner Person und den heruntergeladenen Daten machte die ETH keine Angaben. Auch zu einem allfällig entstandenen materiellen Schaden für die Hochschule wollte sich Franziska Schmid, Mediensprecherin der ETH Zürich, auf Anfrage nicht äussern. «Wir stecken derzeit noch mitten in den Abklärungen».

Die ETH will die Situation genau analysieren und das unerlaubte Vorgehen rekonstruieren. Aus den Erkenntnissen werde sie anschliessend die nötigen Konsequenzen ableiten und umsetzen, heisst es in der Mitteilung.

SDA/anb

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