Zürich

Hundekurse nur für Neu-Halter: Zürcher Regierung hat Vorbehalte

Wer bereits einmal einen Hund gehalten hat, soll im Kanton Zürich nicht mehr zum Besuch einer Ausbildung verpflichtet werden: Dies beantragt der Regierungsrat dem Kantonsrat - er warnt aber gleichzeitig vor mehr Beissvorfällen.

Sollen nur noch Personen einen Kurs absolvieren müssen, die erstmals einen grossen oder massigen Hund halten?

Sollen nur noch Personen einen Kurs absolvieren müssen, die erstmals einen grossen oder massigen Hund halten? Bild: Keystone

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Der Regierungsrat legt eine Änderung des kantonalen Hundegesetzes vor: Demnach sollen nur noch Personen einen Kurs absolvieren müssen, die erstmals einen grossen oder massigen Hund halten. So soll eine SVP-Motion umgesetzt werden, für die sich der Kantonsrat im November 2014 mit 83 zu 69 Stimmen ausgesprochen hatte.

Die Regierung bringt aber einige Vorbehalte an ihrem am Donnerstag veröffentlichten Antrag an: Denn mit der Annahme und der Umsetzung der Motion bestehe das Risiko, dass sich die öffentliche Sicherheit verschlechtere, schreibt sie und verweist auf eine mögliche «Zunahme von Beissvorfällen».

Denn jeder Hund sei anders und brauche eine individuelle Erziehungsmethode. «Was bei einem Hund zielführend ist, kann bei einem anderen Hund ohne Erfolg bleiben, ja sogar negative Auswirkungen auf sein Wesen und Verhalten haben.»

Statistisch sei zudem nicht belegt, dass langjährige Hundehaltung ein sicheres Führen des Hundes im öffentlichen Raum bedeutet, wie die Regierung weiter schreibt. Sie verweist auf eine Untersuchung, wonach knapp die Hälfte der Halter, die 2014 wegen eines Beissvorfalls ihres grossen oder massigen Hundes registriert wurden, bereits früher einmal einen Hund hatten.

Dem Regierungsrat sei dran gelegen, für die Bevölkerung ein hohes Mass an Sicherheit zu gewährleisten. «Er erachtet die Aufrechterhaltung des Ausbildungsobligatoriums, wie es auf kantonaler Ebene heute besteht, für geeignet, zu diesem Ziel beizutragen.» (mcp/sda)

Erstellt: 10.11.2016, 11:22 Uhr

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