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«Im Puff hat Liebe keinen Platz»

Sexarbeiterinnen und Angestellte des Soprano-Clubs in Urdorf geben Einblick ins Bordell und erzählen, was die Liebe für sie bedeutet.

24 Frauen bieten im Urdorfer Soprano-Club ihre Dienste an.
24 Frauen bieten im Urdorfer Soprano-Club ihre Dienste an.
Colin Frei

Es riecht nach Javel. Im Korridor mit den dunkelrot glitzernden Wänden steht ein Migros-Wägeli, vollgepackt mit Küchenpapier, Tüchern und Putzmitteln. Die Reinigungskraft flüchtet ins Bad, sie will nicht fotografiert werden. Lukas Schelbert scheut ebenso die Kamera. Auskunft gibt er aber gerne.

Der 21-Jährige arbeitet seit gut einem Jahr für den Soprano-Club im Urdorfer Industriegebiet Bergermoos. Er bietet im Puff neben der Autobahn jedoch keine Liebesdienste an. «Die Nachfrage nach Männern besteht nicht. Es ist noch nie eine Frau hierhergekommen und hat einen Mann verlangt», sagt er und lacht. Der Innerschweizer ist Allrounder, die rechte Hand von Betreiber Raco Giljen, der an diesem Nachmittag nicht im Bordell anwesend ist.

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