Zürich

Immobilienpreise im Kanton Zürich steigen – Seegemeinden am teuersten

Die Preise für Wohneigentum im Kanton Zürich sind seit Jahresbeginn um 5,3 Prozent gestiegen. Dies zeigt der neue Wohneigentumsindex (ZWEX) der Zürcher Kantonalbank (ZKB), der am Donnerstag lanciert wurde. Neu wird die Entwicklung in drei verschiedenen Preisregionen ausgewiesen: See, Regio und Land.

Am teuersten sind die Immobilienpreise in der Region «See», wo Einfamilienhäuser ab 1,9 Millionen Franken zu haben sind. Im Bild: Die Gemeinde Küsnacht.

Am teuersten sind die Immobilienpreise in der Region «See», wo Einfamilienhäuser ab 1,9 Millionen Franken zu haben sind. Im Bild: Die Gemeinde Küsnacht. Bild: Archiv Moritz Hager

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Die Immobilienpreise im Kanton steigen und steigen. Wie diese Entwicklung genau verläuft, verdeutlicht der ZWEX, der quartalsweise erhoben wird. So gab es in den vergangenen zehn Jahren drei Phasen: Einem Boom von 2006 bis 2013 folgte zwischen 2013 und 2015 eine Beruhigung. Zurzeit legt das Preiswachstum gerade einen «Zwischenspurt» ein, wie Peter Meier, Leiter Analytics Immobilien der ZKB sagte.

Schon für das kommende Jahr erwartet er einen leichten Rückgang von 0,5 Prozent. Grund dafür sind die hohe Bautätigkeit, leicht steigende Zinsen und die tendenziell rückläufige Zuwanderung. Langfristig rechnet die ZKB mit einer Entspannung auf dem Markt und zwar dann, wenn die Generation der Babyboomer, also die Jahrgänge zwischen 1955 und 1965, ins Rentenalter kommt und ihre Eigenheime verkauft.

«Wir sind am Ende eines Zyklus angelangt, die Preise werden im nächsten Jahr um 0,5 Prozent zurückgehen», sagte ZKB-Analyst Peter Meier. Video: SDA.

Teure Seegemeinden

Neben dem Gesamtindex werden neu Daten für drei Regionen ausgewiesen. Mit diesen drei Subindizes wird der sehr unterschiedliche Markt im Kanton besser abgebildet. Die Region «See» umfasst die teuersten Gemeinden rund um den Zürichsee. Hier liegen die Preise für Einfamilienhäuser über 1,9 Millionen Franken. Die mittelpreisige «Regio» legt sich wie ein Gürtel rund um diese Hochpreisregion. Allerdings nicht gleichmässig sondern astförmig, entlang der Verkehrsachsen und des öV.

Am günstigsten sind die Immobilienpreise in der Region «Land», wo Einfamilienhäuser für unter 1,2 Millionen Franken zu haben sind. Dazu gehören der nördliche Kantonsteil und das Tösstal. Die Preisentwicklung in den drei Regionen verläuft nicht immer gleich. So haben im dritten Quartal 2017 die Preise in der Region «Land» um 2,7 Prozent und in der Region «See» um 2,2 Prozent zugenommen, in der «Regio» waren sie mit -0,1 Prozent leicht rückläufig.

«Repräsentativster Preisindex»

Die Aussagekraft der aktuellen Indexstände darf jedoch laut ZKB nicht überschätzt werden. Für die Beurteilung der allgemeinen Lage sei die mittel- bis langfristige Preisentwicklung entscheidend.

Vergleicht man die Entwicklung in den vergangenen zehn Jahren, zeigt sich, dass in der Boomphase die Preise in der Region «See» am stärksten gestiegen sind. In der darauffolgenden Zeit der Beruhigung fiel hier das Preiswachstum am schwächsten aus, in der Region «Land» am stärksten. Seit 2015 sind die Preise in allen drei Regionen in etwa gleich stark gestiegen.

Der ZWEX dokumentiert die Preisentwicklung von Einfamilienhäusern und Stockwerkeigentum im Kanton Zürich seit 1980 und ist laut ZKB der repräsentativste Preisindex für Wohneigentum im Kanton Zürich. Bislang wurden keine Unterregionen ausgewiesen, ausserdem stützt sich der ZWEX nun auf eine breitere Datenbasis, so dass mehr als 50 Prozent der Immobilienverkäufe berücksichtigt werden. (past/sda)

Erstellt: 12.10.2017, 13:27 Uhr

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