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Intersexualität: Bei Aufarbeitung wurden Akten vernichtet

Medizinhistoriker arbeiten Krankenakten von Patienten auf, deren Geschlecht im Zürcher ­Kinderspital «korrigiert» ­wurde. Betroffene werfen den Verantwortlichen vor, die Mehrheit der Akten ­vernichtet zu haben.

Katrin Oller
Kindern mit nicht eindeutigem Geschlecht wurde im Kinderspital operativ ein Geschlecht zugewiesen: Nachtschwester um 1960.
Kindern mit nicht eindeutigem Geschlecht wurde im Kinderspital operativ ein Geschlecht zugewiesen: Nachtschwester um 1960.
Bildarchiv Kinderspital Zürich

Ist es ein Mädchen oder ein Bub? Das werden alle Eltern eines Neugeborenen gefragt. Ist diese Frage nicht eindeutig zu beantworten, spricht man umgangssprachlich von Zwitter, wissenschaftlich von Intersexualität oder Störung der biologischen Geschlechtsentwicklung. Früher wurde dies möglichst schnell nach der Geburt behoben: Den Kindern wurde meist operativ ein Geschlecht zugeteilt. Einfachheitshalber wurden aus den meisten Intersex-Patienten Mädchen.

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