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Jugendkriminalität auf tiefem Niveau

Die Jugendkriminalität im Kanton Zürich ist auch im vergangenen Jahr stabil und auf tiefem Niveau geblieben. Am häufigsten waren 2016 Drogendelikte.

Am häufigsten landeten die Jugendlichen im vergangenen Jahr wegen Betäubungsmitteldelikten vor dem Staatsanwalt.
Am häufigsten landeten die Jugendlichen im vergangenen Jahr wegen Betäubungsmitteldelikten vor dem Staatsanwalt.
Symbolbild, Keystone

Die Jugendanwaltschaft führte 2016 im Kanton Zürich gegen 4670 Jugendliche ein Strafverfahren, das sind vier weniger als im Jahr 2015. Die Zahl der Gewaltdelikte ist jedoch etwas gestiegen.

514 Jugendliche mussten sich 2016 wegen Gewalt verantworten, das sind 15 mehr als im Vorjahr, wie aus den am Donnerstag publizierten Zahlen des Kantons hervorgeht. Alarmiert sind die Behörden deswegen aber keineswegs. Die Jugendgewalt befinde sich trotz leichtem Plus auf dem zweittiefsten Stand der letzten zehn Jahre.

Unrühmliches Rekordjahr 2009

Die heutigen Zahlen seien kein Vergleich mehr mit früheren Jahren, schreibt die Oberjugendanwaltschaft in ihrer Mitteilung. Im unrühmlichen Rekordjahr 2009 beispielsweise mussten sich 1151 Minderjährige wegen einer Gewalttat verantworten. Die Zahl der jungen Gewalttäter ging seit 2009 somit um über 55 Prozent zurück. Am häufigsten landeten die Jugendlichen im vergangenen Jahr wegen Betäubungsmitteldelikten vor dem Staatsanwalt, gefolgt von Vermögensdelikten und Verstössen gegen das Strassenverkehrsgesetz. Erst danach kommen Gewaltdelikte, Drohungen, Nötigung und Hausfriedensbruch sowie Sexualstraftaten.

Der Ausländeranteil bei den Verurteilten betrug im vergangenen Jahr 34,3 Prozent und ist damit 0,4 Prozentpunkte höher als 2015. Mädchen und junge Frauen geraten nach wie vor deutlich seltener mit der Justiz in Konflikt als junge Männer: Nur 25 Prozent der Verurteilten im vergangenen Jahr waren weiblich.

Positive Auswirkungen auf die Finanzen

Die anhaltend tiefe Jugendgewalt wirkt sich positiv auf den Zürcher Finanzhaushalt aus. Der Aufwand für Schutzmassnahmen, also stationäre Aufenthalte und ambulante Behandlungen, ist in den vergangenen Jahren deutlich gesunken. Im vergangenen Jahr gab der Kanton noch 17,4 Millionen Franken für solche Massnahmen aus. Im Rekordjahr 2009 waren es noch 30 Millionen.

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