Wetter

Juli ist auf dem Weg zum Rekord-Hitzemonat

Der diesjährige Juli hat gute Chancen, zum heissesten Monat seit Messbeginn zu werden. Die erste Monatshälfte war bereits deutlich wärmer als im bisherigen Rekordjuli 2006. Gemäss Meteorologen ist eine markante Abkühlung nicht in Sicht.

Weil der Juli bisher so heiss und trocken ist, laufen vielerorts die Sprinkleranlagen. Und eine markante Abkühlung ist nicht in Sicht.

Weil der Juli bisher so heiss und trocken ist, laufen vielerorts die Sprinkleranlagen. Und eine markante Abkühlung ist nicht in Sicht. Bild: Keystone

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Hitze und Trockenheit prägten die erste Juli-Hälfte. Und gemäss Thomas Schlegel von der Abteilung Klima des Wetterdienstes Meteoschweiz, wird sich daran voraussichtlich bis zum Monatsende nicht mehr viel ändern. Im Gegenteil: Sogar ein neuer Rekord ist möglich.

Der Juli ist speziell im Grossraum Zürich drauf und dran, zum heissesten Monat seit Messbeginn zu werden. Bisher kann sich der Juli des Sommers 2006 mit diesem Titel schmücken. Dieser war in den tiefer gelegenen Regionen zwischen Zürichsee, Zürcher Unterland und Winterthur etwa 3 bis 4 Grad wärmer als im langjährigen Durchschnitt.

Temperatursturz ist unwahrscheinlich

Der diesjährige Juli setzt bisher sogar noch einen drauf: Die durchschnittliche Tagestemperatur vom 1. bis 14. Juli liegt rund 5 Grad über dem klimatologischen Mittelwert (siehe Tabelle). Der Juli ist also bei Monatshälfte im Durchschnitt rund 1 Grad wärmer als der bisherige Rekord-Juli 2006.

Temperatur-Ø Wädenswil Kloten Winterthur

Ob tatsächlich ein neuer Rekord aufgestellt wird, lässt sich allerdings derzeit noch nicht mit Gewissheit sagen. Wetter- und Temperaturprognosen über einen Zeitraum von einer Woche hinaus sind auch beim heutigen Stand der Technik nach wir vor mit Unsicherheiten behaftet. Die Meteorologen können über längere Zeiträume allerdings gewisse Trends berechnen. Und gemäss diesen Trends ist ein markanter Temperatursturz bis Ende Monat eher unwahrscheinlich.

Trockenheit vor allem im Unterland

Nebst der Hitze wird zunehmend auch die Trockenheit zum Thema. Während es im Juni noch ausreichend geregnet hat, ist der Juli bisher vielerorts extrem trocken. Allerdings gibt es regionale Unterschiede. Während zum Beispiel die Zürichseeregion einige Male in den Genuss von Gewitterregen kam, die rund 30 mm Niederschlag brachten, ist speziell das Zürcher Unterland staubtrocken. An der Wetterstation in Kloten wurde im Juli bisher nur 0,6 mm Regen gemessen. Etwas mehr geregnet hat es im Raum Winterthur (Juli-Summe Station Aadorf/Tänikon bisher 14.3 mm). Zum Vergleich: normalerweise regnet es in den besagten Regionen im Verlauf des ganzen Julis rund 110 bis 150 mm.

Niederschlag Wädenswil Kloten Winterthur

Thomas Schlegel sagt, dass das bisherige Defizit beim Niederschlag allerdings noch kompensiert werden könnte. Ab dem Wochenende wird es nämlich wieder gewitterhaft. Je nach Zugrichtung dieser Gewitter sind dann gebietsweise grössere Regenmengen möglich. Flächendeckende Niederschläge sind aber nicht zu erwarten. Es gilt die Faustregel: Je näher an den Voralpen, desto höher die Chancen auf Gewitterregen. (landbote.ch)

Erstellt: 15.07.2015, 14:42 Uhr

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