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Kanton Zürich stellt seine Geodaten online frei zur Verfügung

Die kantonale Verwaltung erfasst und verarbeitet eine Fülle an raumbezogenen Daten, um ihre gesetzliche Aufgaben zu erfüllen: Diese Geodaten können ab 2018 von jedermann gratis und ohne Einschränkung genutzt werden. Der Kanton setzt auf Open Government Data.

Von den offen zugänglichen Geodaten könnenvor allem Fachleute profitieren, die räumlich tätig sind.
Von den offen zugänglichen Geodaten könnenvor allem Fachleute profitieren, die räumlich tätig sind.
Screenshot Opendata.swiss

Open Government Data (OGD) sind Datenbestände der öffentlichen Verwaltung, die zur freien Weiternutzung und in maschinenlesbarer Form offen zugänglich gemacht werden - sofern keine Datenschutz-, Urheberrechts- oder Informationsschutzbestimmungen verletzt werden. Ab 4. Januar 2018 macht der Kanton Zürich seine riesige Menge von raumbezogenen Daten frei verfügbar: Er veröffentlicht über 200 Geobasisdatensätze des Kantons und der Gemeinden.

Aktuelle Daten für Apps

Zu den wichtigsten dieser Daten gehört der Grunddatensatz der amtlichen Vermessung. Diese dokumentiert unter anderem die Grundstücksgrenzen und führt die Gebäudestandorte, Gewässerläufe und Waldränder laufend nach. Zu den Datensätzen gehört im Weiteren auch das digitale Terrain- und Oberflächenmodell des Kantons Zürich, aber auch Naturgefahren- oder Energiedaten werden veröffentlicht.

Alle diese Daten seien jedermann unbeschränkt zugänglich, sagte Christian Kaul, Leiter der Abteilung Geoinformation im Amt für Raumentwicklung, am Mittwoch vor den Medien. Der Nutzer brauche weder einen Grund für seine Datenbestellung anzugeben, noch würden Gebühren dafür erhoben.

Von den offen zugänglichen Geodaten könnten einerseits vor allem Fachleute profitieren, die räumlich tätig seien, sagte Kaul. Er verwies unter anderem auf Architekten, Planer und Baufirmen.

Die Daten können aber auch von Dritten verwendet werden, um damit eigene Angebote zu entwickeln. Gemäss einer Mitteilung der Baudirektion sind etwa «Apps in den Bereichen Liegenschaftsbewertung, Erreichbarkeit, Naturgefahren und Energiepotenziale zu erwarten».

Damit profitiere letztlich jeder von OGD, sagte Kaul. «Apps, die wir täglich nutzen, werden eine bessere Qualität und aktuellere Daten haben.»

Offene Daten: ein Legislaturziel

Ein «bedarfsgerechtes Angebot an offenen Behördendaten bereitzustellen» ist auch als Massnahme in den Legislaturzielen 2015-2019 des Regierungsrates enthalten. Eine Aufbauphase in den Jahren 2015 und 2016 war erfolgreich verlaufen: Damals wurden 340 Datensätze auf opendata.swiss - dem Portal für Schweizer Open Government Data des Bundes - zugänglich gemacht. Es handelte sich um 305 Datensätze des Statistischen Amtes und 35 von der Abteilung Geoinformation, wie der Regierungsrat im September mitteilte.

Damals informierte er auch, dass per 2018 eine Fach- und Koordinationsstelle Open Government Data im Statistischen Amt geschaffen werde, um OGD im Kanton weiter zu fördern.

SDA/mcp

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