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Kantonsräte stören sich an Erotikmesse Extasia

Die Erotikmesse Extasia, die im Mai in den Zürcher Messehallen stattfinden wird, sorgt bei Kantonsräten von EDU und SVP für Empörung. Der Kanton dürfe einen solchen Schmuddel-Anlass keinesfalls akzeptieren, erst recht nicht in einer Liegenschaft, an der er beteiligt sei.

Besucherinnen an der Extasia 2006 in Zürich Oerlikon.
Besucherinnen an der Extasia 2006 in Zürich Oerlikon.
Keystone

Die Kantonsräte wollen in ihrer am Donnerstag publizierten Anfrage wissen, ob sich der Regierungsrat gegen die Sex-Messe einsetzen werde. Die Extasia sei eine Schande für Zürich und nur mit negativen Begleiterscheinungen verbunden, schreiben sie.

Die Aussage der Veranstalter, dass Live-Sex «nur auf Nebenbühnen toleriert» werde, belege die Niveaulosigkeit dieser Veranstaltung. Besonders störend finden die Parlamentarier, dass die Extasia in einer teilweisen staatlichen Liegenschaft stattfindet, weil der Kanton an der Unternehmensgruppe Messe Schweiz beteiligt ist. Die Regierung hat nun drei Monate Zeit für eine Antwort. Die kommende Extasia vom Mai dürfte mit dem Vorstoss also nicht verhindert werden.

Die Messe fand 2006 das letzte Mal in Zürich statt, in Oerlikon in einer ABB-Halle. Das Industrieunternehmen verzichtete 2007 allerdings darauf, den Anlass wieder zu beherbergen, weil Live-Sex angeboten wurde. In den vergangenen Jahren fand die Messe jeweils in Basel statt.

SDA/mcp

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