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Katholiken setzen sich für Aufnahme von Flüchtlingen ein

Der Synodalrat und der Generalvikar der Katholischen Kirche im Kanton Zürich fordern die Kirchgemeinden auf, Wohnraum für Flüchtlinge bereit zu stellen. Dem Kanton bietet die Kirche an, ihn bei der Suche nach Unterkünften zu unterstützen.

Die Zürcher Katholiken wollen mithelfen, dass Flüchtlinge eine Unterkunft erhalten.
Die Zürcher Katholiken wollen mithelfen, dass Flüchtlinge eine Unterkunft erhalten.
Keystone

In einem ersten Schritt haben Synodalrat und Generalvikar Josef Annen beschlossen, im früheren Sitz der Weihbischöfe an der Zürcher Schienhutgasse dem Kanton eine Wohnung zur Verfügung zu stellen. Die Räume sollen vorab für die Dauer von zwei Jahren einer Flüchtlingsfamilie Unterkunft bieten, wie die Katholische Kirche und die Sicherheitsdirektion am Mittwoch gemeinsam mitteilten.

Abklärungen für weitere mögliche Wohnobjekte in kirchlichen Liegenschaften sind demnach in Abklärung. Zudem beschloss der Synodalrat, neu entstehende Migrations-Gemeinschaften, welche bislang über keine bestehenden Strukturen in der Schweiz verfügen, mit 50'000 Franken zu unterstützen.

Wohnraum bereit stellen

In Ihrem Schreiben fordern Synodalrat und Generalvikar die Pfarrer, Pfarreibeauftragten und die Präsidien der Kirchenpflegen nicht nur dazu auf, Wohnraum für anerkannte Flüchtlinge bereit zu stellen. Sie ermuntern sie auch, Plätze für Pflegekinder zu suchen sowie Betreuungsangebote aufzubauen oder weiterzuführen.

Laut Mitteilung nimmt der Kanton das Angebot der Katholischen Kirche dankbar an, ihn bei der Suche nach Wohnraum für Flüchtlinge zu unterstützen.

Das Angebot entspreche «genau dem, was wir derzeit am Dringendsten brauchen: Wohnraum sowie etwas 'Starthilfe' für Flüchtlinge, die in unserem Land bleiben und hier eine neue Existenz aufbauen können», wird Sicherheitsdirektor Mario Fehr (SP) in der Mitteilung zitiert.

SDA/mst

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