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Keine Genugtuung für Regensdorfer Familie

Die Eltern und die Schwester der 2007 bei einem Riverrafting-Unfall verstorbenen Regensdorfer Schülerin erhalten keine Genugtuung. Dies hat das Bundesgericht entschieden.

Das Bundesgericht in Lausanne hat entschieden, dass das Obergericht Zürich sein Urteil richtig begründet hat.
Das Bundesgericht in Lausanne hat entschieden, dass das Obergericht Zürich sein Urteil richtig begründet hat.
Keystone

Im Sommer 2007 verstarb eine 15-jährige Regensdorfer Schülerin bei einem Riverrafting-Unfall. Weil sich der Unfall während der Abschlussreise mit ihrer Schulklasse und ihrem Lehrer ereignete, forderten die Familienangehörigen des Mädchens von der Oberstufenschulpflege Regensdorf ein Haftungsbegehren in der Höhe von insgesamt 160'000 Franken. Weil diese jegliche Haftung ablehnte, erhob die Familie eine Klage beim Bezirksgericht Dielsdorf.

Sowohl das Bezirksgericht als auch das Obergericht wiesen die Klage jedoch ab, wogegen die Familie beim Bundesgericht eine Beschwerde erhob. Dieses wies den Fall in seinem ersten Urteil in diesem Zusammenhang wegen Verletzung des rechtlichen Gehörs an das Obergericht zurück. Aber auch in seinem zweiten Entscheid kam das Obergericht zum Schluss, dass keine Genugtuung geschuldet ist, wogegen die Familie ein weiteres Mal ans Bundesgericht gelangte. Dieses hat in seinem am Mittwoch publizierten Urteil nun entschieden, dass die Vorinstanz ihr Urteil korrekt begründet hat.

Boot gekentert

Die Tragödie geschah im Juli 2007 an einer engen Stelle der Vanel-Schlucht zwischen Gstaad (BE) und Château-d'Oex (VD). Das Mädchen unternahm mit ihrer Schulklasse in drei Booten eine geführte Riverrafting-Tour auf der Saane. An einer engen Stelle fuhren die zwei vorderen Boote aufeinander auf, worauf das zweite Boot kenterte. Die 15-Jährige blieb mit ihrer Schwimmweste unter Wasser eingeklemmt und konnte erst nach mehreren Minuten geborgen werden. Sie starb wenige Tage später im Spital.

Im Februar dieses Jahres wurde der Bootsführer des gekenterten Bootes vom Obergericht Bern vom Vorwurf der fahrlässigen Tötung freigesprochen. Die Ermittlungen gegen weitere Beteiligte, darunter den Geschäftsführer des Tour-Anbieters oder gegen den Lehrer der Zürcher Schulklasse, waren eingestellt worden.

SDA/ori

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