Wetter

Auf den Frost folgen Schnee und Sturm

Die Region hat die erste richtige Frostnacht hinter sich. Die Temperaturen sanken im Flachland deutlich unter den Gefrierpunkt. Am Mittwochabend wird es dann stürmisch.

Während es im Flachland nicht für Schnee reichte, präsentierten sich die Hügelzüge in den letzten Tagen erstmals im winterlichen Kleid (Bild: Regensberg, Zürcher Unterland).

Während es im Flachland nicht für Schnee reichte, präsentierten sich die Hügelzüge in den letzten Tagen erstmals im winterlichen Kleid (Bild: Regensberg, Zürcher Unterland). Bild: Sibylle Meier

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Die Region hat die erste verbreitete Frostnacht des nahenden Winters hinter sich. Wie die Wetterdienste mitteilen, sanken die Temperaturen am Dienstagmorgen im Flachland auf Werte zwischen 0 und -5 Grad. In den höheren Lagen gab es sogar strengen Frost bis zu -10 Grad.

Die Karte zeigt die Tiefsttemperaturen an ausgewählten Wetterstationen im Grossraum Zürich am Dienstagmorgen (zwischen 7 und 8 Uhr). Klicken sie auf die roten Punkte, um die Werte abzurufen. Quelle: GoogleMaps. Daten: Meteonews/Meteoschweiz

Verantwortlich für die frostige Nacht ist ein Tiefdruckgebiet über Norddeutschland. Es schaufelte in den letzten Tagen zunehmend kältere Luft aus Nordwesten in die Schweiz. Bereits am Wochenende hatte es deshalb in höheren Lagen ab ca. 600 Meter den ersten Schnee gegeben. Am Montagmorgen reichte es aber wegen der kompakten Wolkendecke noch nicht für eine verbreitete Frostnacht. Die Wolken verhinderten die nächtliche Abstrahlung. Diese ist aber notwendig, damit die Luft am Boden richtig auskühlen kann.

Was der Montag nicht schaffte, holte der Dienstag nach. Der Himmel klarte in der Nacht auf – und die Temperaturen rasselten bis am frühen Morgen in den Keller.

Auf Frost folgt Sturm

Bis am Mittwochmorgen sind nach Auskunft der Wetterdienste weitere Schneeschauer zu erwarten. Allerdings dreht die Windrichtung dann allmählich auf West. Gleichzeitig nimmt der Wind spürbar zu und wird am Mittwochabend und in der Nacht auch im Mittelland für stürmische Böen sorgen. In der Nacht auf Donnerstag ist gemäss Meteonews im Flachland mit Böen von etwa 60 bis 90 km/h und in erhöhten Lagen über 100 km/h zu rechnen. Auf den Bergspitzen liegen auch Orkanböen (mehr als 118 km/h) drin.

Wie Roger Perret, Meteorologe bei Meteonews, auf Anfrage sagt, ist ein kleines Randtief mit dem Namen «Julia» für den Sturm verantwortlich. Noch sei unsicher, wie stark der Wind am Mittwochabend tatsächlich ausfallen werde. «Wir verfolgen die Entwicklung dieses Tiefs derzeit sehr aufmerksam», sagt Perret. Je nach Zugrichtung könne das Sturmfeld die Schweiz nämlich stärker oder schwächer treffen.

Eines ist aber klar: Das Thema Frost hat sich in den tieferen Lagen vorderhand erledigt. Mit dem aufkommenden Westwind steigen die Temperaturen wieder an. (landbote.ch)

Erstellt: 08.11.2016, 15:04 Uhr

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