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Am Wochenende schaut der Winter (kurz) vorbei

Am Wochenende sinken die Temperaturen erstmals seit Wochen auf winterliche Werte. Nachhaltig ist der Wintereinbruch aber nicht – bereits kommende Woche wird es wieder milder.

Grün präsentiert sich die Landschaft bisher in diesem Winter im Flachland – auch die Abkühlung am Wochenende dürfte daran nicht viel ändern.
Grün präsentiert sich die Landschaft bisher in diesem Winter im Flachland – auch die Abkühlung am Wochenende dürfte daran nicht viel ändern.
Keystone

Bisher verdient der Winter seinen Namen nicht. Nachdem bereits der Dezember viel zu mild war (rund 3 Grad über dem klimatologischen Mittel der Jahre 1981 bis 2010), gleicht bisher auch der Januar eher einem Frühlingsmonat.

Im Flachland des Grossraums Zürich war er je nach Standort zwischen 2 und 3 Grad zu warm. Das zeigt die Auswertung der regionalen Wetterstations-Daten von Meteoschweiz. Noch markanter ist der Wärmeüberschuss in der Höhe: auf dem 1132 Meter hohen Hörnli beträgt die positive Abweichung fast 4 Grad, was rekordverdächtig ist.

Je höher, desto wärmer: Das klingt paradox, weil die Temperatur normalerweise mit zunehmender Höhe abnimmt. Wenn das Wetter im Winter aber – so wie in den letzten Wochen – hauptsächlich von Hochdrucklagen geprägt ist, können sich umgekehrte Verhältnisse einstellen. Während in der Höhe die Sonne scheint, bildet sich über dem Flachland eine Nebeldecke. Unter dem Nebel ist es dann «kälter», als darüber.

Kaltfront, dann Polarluft

Am kommenden Wochenende wird das extrem hartnäckige und milde Hochdruckwetter nun erstmals seit langem durchbrochen. Eine Kaltfront erreicht den Alpenraum im Verlauf des Freitagabends. Dahinter strömt kalte Polarluft in den Alpenraum.

Die Schneefallgrenze sinkt zunächst auf rund 800 Meter und im Verlauf des Samstags dann bis in die Niederungen. «Mit Durchgang der Kaltfront sinken die Temperaturen auf allen Höhenlagen auf Werte, die für die Jahreszeit als normal bezeichnet werden können», sagt Melanie Flubacher, Meteorologin bei Meteoschweiz.

Kaum Schnee fürs Flachland

Von einem markanten Wintereinbruch zu reden wäre aber vermessen. In den Voralpen dürfte es für etwa 10-15 cm Neuschnee reichen. Im Flachland wird der Niederschlag jedoch grösstenteils in flüssiger Form vom Himmel kommen. Am Samstag und Sonntag – wenn es für Schnee auch im Flachland kalt genug ist – trocknet die Luft rasch ab. Allenfalls können Schneeschauer hier und dort für ein Schäumchen sorgen. «Allzu viel erwarten sollte man aber nicht», sagt Melanie Flubacher.

Wer hofft, dass das kältere Wetter auch über das Wochenende hinaus anhält, den dürften die weiteren Prognosen enttäuschen. Bereits am Montag baut sich nach einer frostigen Nacht das nächste Hochdruckgebiet auf. Im nebelgedeckten Flachland bleibt es zwar bis Mitte Woche kalt – in der Höhe steigen die Temperaturen aber bereits wieder deutlich an. Schnee ist nicht in Sicht.

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