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«Das Haus als Gesamtkunstwerk»

Direktor Adrian Notz will das Cabaret Voltaire 2016 zum 100-Jahr-Jubiläum des Dadaismus zu einem Ort zeitgenössischer Kunst machen.

Sieht die Schweiz als idealen «Gebärsaal» für den Dadaismus: Adrian Notz.
Sieht die Schweiz als idealen «Gebärsaal» für den Dadaismus: Adrian Notz.
Sandra Ardizzone

Herr Notz, hier im Cabaret Voltaire in der Zürcher Altstadt wurde 1916 die Dada-Bewegung gegründet, durch Künstler, die vor dem Krieg geflohen waren. 2016 wird hier das Zen­trum des Dada-Jubiläums sein. Sehen Sie Gemeinsamkeiten zwischen 1916 und 2016?Adrian Notz: Es gibt Ähnlichkeiten auf mehreren Ebenen. Zum einen: Vor 100 Jahren war Krieg. Heute sind wir wieder in einer Kriegssi­tua­tion. Es ist zwar nicht so, dass der Krieg direkt an der Grenze wütet. Aber wenn man die Flüchtlingsströme und den IS sieht, ist das dennoch vergleichbar. Zum anderen: Hugo Ball, einer der Gründer des Dadaismus, hat schon 1913 gesagt, es herrsche ein Wirtschaftsfatalismus und die Welt werde über ein völlig wissenschaftliches Verständnis definiert. Das ist eher schlimmer geworden.

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