Zum Hauptinhalt springen

Mehr als eine Frage des Gewissens

«Dawn»: Der Schweizer Romed Wyder hat einen Roman von Elie Wiesel in ein fein tariertes filmisches Kammerstück verwandelt. Joel Basman überzeugt darin als blutjunger Widerstandskämpfer.

Joel Basman beweist im kleinen und feinen Kammerspiel von Romed Wyder, einmal mehr sein schauspielerisches Talent.
Joel Basman beweist im kleinen und feinen Kammerspiel von Romed Wyder, einmal mehr sein schauspielerisches Talent.
pd

Er hat – als Einziger seiner Familie – das KZ überlebt. Er ist 19-jährig, Jude und wie so viele irgendwie furchtbar heimatlos im Nachkriegseuropa der späten 1940er-Jahre. Sodass es, stellt man sich während der Sichtung von «Dawn» vor, für den zwölf Jahre älteren Gad (Liron Levo) und seine französische Geliebte Ilana (Sarah Adler) ein Leichtes gewesen sein muss, Elisha (Joel Basman) in Paris für sich und ihre Idee zu gewinnen: die Gründung des Staates Israel. Man sieht solches im Film von Romed Wyder nicht ausformuliert, sondern in Erinnerungsfetzen:

Um diesen Artikel vollständig lesen zu können, benötigen Sie ein Abo.