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Mörgeli von seiner Abwahl «schmerzlich getroffen»

Nach seiner Niederlage an den Nationalratswahlen äusserte sich Christoph Mörgeli zu seiner Abwahl. Es habe ihn schmerzlich getroffen. Er sei aber finanziell abgesichert.

SVP-Nationalrat stellte sich in der Sendung «TalkTäglich» von «Tele Züri» den Fragen von Moderator Markus Gilli.
SVP-Nationalrat stellte sich in der Sendung «TalkTäglich» von «Tele Züri» den Fragen von Moderator Markus Gilli.

Der Zürcher SVP-Nationalrat Christoph Mörgeli hat sich betroffen, aber nicht gebrochen über seine Abwahl gezeigt. Eine Rückkehr auf die politische Ebene in den nächsten Jahren schloss er in der Sendung «TalkTäglich» von Tele Züri, wo er sich erstmals zur Abwahl äusserte, nicht aus.

«Hätte es mich nicht schmerzlich getroffen, so hätte ich das Amt nicht ernst genommen», sagte Mörgeli. Er habe auf der Rückkehr von Strandferien in Spanien beim Zwischenhalt in Barçelona die ersten schlechten Nachrichten gehört. Das habe dann einen beklemmenden Stadtrundgang gegeben, auch für die Kinder, sagte er.

«Ich habe gedacht, dass ich sicher ein schlechteres Resultat mache als vor vier Jahren. Denn ich hatte schlechte Schlagzeilen, aber dass es nicht für Rang 12 reicht, damit habe ich nicht gerechnet», sagte Mörgeli.

«Niemandem mehr Rechenschaft schuldig»

Er sei finanziell abgesichert, sagte der SVP-Politiker weiter. Er habe nach seiner Entlassung aus der Universität Zürich bereits eine Firma gegründet und habe viele Aufträge. Auf die Frage, ob er sich von SVP-Ziehvater Christoph Blocher zahlen lasse, sagte Mörgeli lediglich, er sei heute niemandem mehr Rechenschaft schuldig, darüber Auskunft zu geben, von wem er Mandate habe.

Es sei nun aber der Auftrag des Volkes, dass er im Hintergrund wirke. Aber er werde nicht im Keller verschwinden, sondern durchaus weiter präsent sein und das politische Geschehen weiterhin mit grosser Aufmerksamkeit verfolgen. Es sei aber noch viel zu früh, um zu sagen, ob er in vier Jahren wieder antreten werde.

Mörgeli zeigte sich überzeugt davon, dass ihm die Affäre um die Universität Zürich geschadet habe. Es habe die Leute genervt, dass sich alles immer um das Gleiche drehe und er immer wieder Rekurse gemacht habe.

«Vielleicht werde ich in der Uni-Angelegenheit vollständig reingewaschen», sagte Mörgeli. Auf jeden Fall wolle er, dass die Verantwortlichen dieser gewaltigen Intrige zur Rechenschaft gezogen würden. «Da weiche ich keinen Millimeter ab», sagte er.

Mörgeli, der als Zürcher SVP-Nationalrat der grossen Kammer seit 1999 angehört hatte, hat am Wochenende eine herbe Schlappe eingefahren. Er endete auf Platz 20 der SVP-Kandidaten, denen zwölf Sitze zustanden.

SDA/far

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