Zürichsee

Neue App für den Zürichsee

Die an den Zürichsee grenzenden Kantone haben gemeinsam eine App für den Zürichsee entwickelt. «Auf Kurs» soll Wassersportler und Touristen bei ihren Aktivitäten unterstützen und sie über die Regeln auf den Gewässern informieren.

Die neue App «Auf Kurs» informiert ihre Nutzer auch über den Fahrplan der Fähre.

Die neue App «Auf Kurs» informiert ihre Nutzer auch über den Fahrplan der Fähre. Bild: Sabine Rock

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Wie nah ran darf ein Kitesurfer an die Fährstation in Meilen, wo kann man in Rapperswil ein Boot einwassern und wann genau fährt das nächste Schiff von Thalwil nach Oberrieden?Seit Donnerstag gibt es eine App, welche all diese Fragen beantworten soll. «Auf Kurs» heisst die Applikation für Smartphones und Tablets. Eingesetzt werden kann sie auf dem Zürichsee, Linthkanal und Walensee.

Herausgeber der App ist die Sachverständigenkommission für die Schifffahrt auf dem Zürich- und Walensee, welche sich zusammensetzt aus den Schifffahrts- und Polizeibehörden der Kantone Glarus, Schwyz, St. Gallen und Zürich.

Die bisher gedruckte Karte ersetzen

«Wir sind überzeugt davon, dass die App zeitgemäss unsere bisher gedruckte See- und Freizeitkarte ablösen wird», sagt Kurt Reich, der Abteilungsleiter des Schifffahrtsamt und der Seepolizei St. Gallen. Denn heute seien die Leute auch auf dem See vorwiegend mit dem Smartphone unterwegs.

Die für Android- und Apple-Geräte kompatible App ist in erster Linie für Wassersportler gedacht. Auf der interaktiven, offline wie online nutzbaren Karte sind unter anderem die innere und erweiterte Uferzone, wie auch die Fahrtlinien der Kursschiffe, Untiefen, Hindernisse, Bootstankstellen und Sperrzonen eingezeichnet. Wer auf seinem Mobilgerät die Ortungsdienste aktiviert, kann mittels der App seinen genauen Standort auf dem See evaluieren, Meldungen beim Überschreiten von Geschwindigkeits- Ufer-, Sperr - und Sportverbotszonen (für Kitesurfer, Windsurfer und Wakeboarder) erhalten.

Eine weitere Sicherheitsfunktion der App ist die Ankerwache. «Wenn ein Böötler seinen Anker setzt, kann er auf 10 bis 40 Meter den Alarmradius stellen. Verrutscht der Anker, beispielsweise weil ein Kursschiff vorbeifährt oder der Anker nicht richtig festsitzt, wird auf dem Telefon sofort ein Alarm ausgelöst. Der Böötler weiss dann, dass er den Anker neu setzten muss und kann so verhindern, dass er unwillentlich abgetrieben wird», erklärt Walter Künzli, Leiter der Schifffahrtskontrolle Zürich.

Informationen zu Regeln und dem Verhalten bei Notfällen

Es existieren bereits einzelne Apps von Privaten, welche ähnliche Seekarten haben. «Auf Kurs» unterscheide sich aber erstens dadurch, dass es kostenslos ist und zweitens durch sein umfangreiches Angebot, berichtet Walter Künzli.

Neben den verschiedenen Kartenfunktionen sind auf der App auch die Regeln und Gesetze der Schifffahrt und die Bedeutungen von Signalen, wie beispielsweise der Sturmwarnung aufgeführt, das Vorgehen bei Notfällen wird erklärt und die zuständigen Rufnummern sind aufgeführt. Bei den einzelnen Kursschiffstegen sind auf der App ausserdem auch die verschiedenen Abfahrts- und Ankunftszeiten der Schiffe enthalten.

Dennoch, eine genaue Seekarte, mit den exakt eingezeichten Wassertiefen, könne auch die App nicht vollständig ersetzen. «Ausserdem kommt es ja immer mal wieder vor, dass dem Smartphone plötzlich der Pfuus ausgeht», sagt Walter Künzli.

Version für denVierwaldstättersee

Für den Vierwaldstättersee gibt es bereits seit geraumer Zeit eine solche App. «Auf Kurs» wurde vom selben Luzerner Unternehmen, der Mappuls AG entwickelt.

Die Sachverständigenkommission Zürichsee, Walensee und Linthkanal hat im Herbst 2016 mit der Planung des Projektes begonnen. Im vergangenen Winter wurde die App während einigen Monaten von den Seepolizeien und Schifffahrtsexperten der einzelnen Kantone getestet. (Zürichsee-Zeitung)

Erstellt: 17.05.2018, 09:04 Uhr

Die App ist kostenlos und für Android- wie auch Apple-Geräte erhältlich. (Für eine vergrösserte Ansicht auf das Bild klicken)

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