Kloten

Neue Swiss-Boeing 777 in Zürich gelandet

Das neue Langstreckenflugzeug der Swiss ist am Freitagmorgen kurz nach 9 Uhr in Zürich gelandet.

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Das neue Langstreckenflugzeug der Swiss ist am Freitagmorgen kurz nach neun Uhr in Zürich gelandet. Die Boeing 777-300ER machte zuerst einen Tiefflug über die Piste 16/34 begleitet von zwei Kampfflugzeugen F/A-18 und landete nach einer Kurve am Flughafen Zürich.

Nach der Landung wurde die Maschine von Wasserfontänen der Flughafenfeuerwehr begrüsst. Die Piloten winkten mit einer Schweizer Fahne aus dem Cockpit. Das Ereignis hatte hunderte Flugzeugfans, Schaulustige, Prominente und Journalisten angelockt.

Die neue Boeing 777-300ER der Swiss landet in Zürich. Video: Keystone

Die Maschine ist das neue Flaggschiff der Swiss. Der scheidende Swiss-Chef Harry Hohmeister freute sich über den neuen Flieger: «Perfekter geht's nicht! Die Maschine ist ein wunderbares Produkt und ein riesiger Fortschritt für die Swiss», sagte Hohmeister am Rande der Eröffnung der neuen Swiss-Lounge am Flughafen Zürich im Gespräch mit der Nachrichtenagentur sda.

Auch Hohmeisters Nachfolger als Swiss-Chef Thomas Klühr zeigte sich begeistert: Die Boeing 777 sei wunderbar. «Sie wird die Wettbewerbsfähigkeit der Swiss deutlich erhöhen.»

Neun Maschinen bestellt

Insgesamt hat die Schweizer Fluggesellschaft neun Boeing 777 bestellt, welche bis 2018 die bisherigen Langstreckenflieger des Typs Airbus A340 ersetzen sollen. Die Boeing 777 fasst 121 Passagiere mehr als die A340. Total hat sie 340 Sitze, davon 8 in der Ersten Klasse, 62 in der Businessklasse und 270 in der Economy.

Zudem hat die Boeing mit 945 Kilometern pro Stunde eine um 45 Kilometer höhere Spitzengeschwindigkeit als der bisherige Airbus A340. Im weiteren ist die Reichweite der auch Triple Seven genannte Maschine um 4000 Kilometer grösser. Überdies verbraucht sie 23 Prozent weniger Flugbenzin pro Sitzplatz.

Die Passagiere können sich in der Ersten und in der Businessklasse über mehr Komfort freuen. In der Economy rücken die Passagiere indes näher zusammen. Neu sitzen sie dort in einer Zehnerreihe. Zudem ist der Sitzabstand mit knapp 79 Zentimetern um 2,5 cm kleiner als im Airbus A340.

Dennoch verspricht die Swiss mehr Beinfreiheit. Ein Grund sei «die verbesserte Konstruktion und Geometrie des Sitzes». Zudem befänden sich unter den Sitzen keine Boxen von Bordunterhaltungssystemen mehr. Der «Einsatz neuester Sitzkissentechnologie» erhöhe zudem den Komfort.

Selbstbedienungskiosk

Ausserdem gibt es einen 28 cm grossen persönlichen Touchscreen und drahtloses Internet im ganzen Flugzeug. Des weiteren steht den Passagieren ein Selbstbedienungskiosk mit Snacks und Getränken zur Verfügung.

Für eine Testphase von einem Jahr führt die Swiss die Handytelefonie über den Wolken ein. Auch SMS sollen möglich sein. Die Preise hängen von den jeweiligen Vertragsbedingungen zwischen dem Telefonanbieter an Bord, Aeromobile, und dem Telefonanbieter des Fluggasts ab.

In Onlineforen löste die Ankündigung der Telefonie während des Fluges viel Kritik aus. Bei der Swiss hiess es, man werde die Testphase eng begleiten und etwaige Kundenrückmeldungen sorgfältig prüfen.

«Da die Sicherheit und das Wohlbefinden der Fluggäste für die Swiss an erster Stelle stehen, wird Roamingtelefonie auf Nachtflügen nur während der Servicezeiten zugelassen. Sobald das Kabinenlicht ausgeschaltet wird, ist die Nutzung nicht mehr gestattet», teilte die Schweizer Airline mit.

360 neue Stellen

Die neuen grösseren Maschinen benötigen auch mehr Personal. Dafür werden in den kommenden Jahren 360 neue Stellen geschaffen. Die erste neue Boeing fliegt zunächst nach Nordamerika. Die weiteren Maschinen, die nach und nach eintreffen, werden ab Sommerflugplan primär auf Strecken nach Hongkong, Bangkok, Los Angeles, San Francisco, Sao Paulo und Tel Aviv eingesetzt.

Die Boeings sind nicht die einzigen neuen Flugzeuge, die die Swiss erhält. Ab Sommer soll auch die neue CSeries eintreffen, welche die veralteten Avro-Jumbolinos ersetzen soll, die weniger Passagiere fassen. Die grösseren Flugzeuge der Europaflotte sind nötig, um mehr Umsteigepassagiere für die grösseren Langstreckenflieger nach Zürich transportieren zu können. (mst/ori/sda)

Erstellt: 29.01.2016, 10:02 Uhr

Militärische Eskorte

Armee lässt F/A-18 aufsteigen

Die Swiss hat einen neues Flugzeug. Für die Schweizer Luftwaffe war das Grund genug, zwei F/A-18 zur Eskorte des neuen Fliegers aufsteigen zu lassen. Als Grund für die PR-Aktion zu Gunsten der Swiss gibt die Luftwaffe die gute Zusammenarbeit mit der Airline an.

Die Schweizer Luftwaffe hat die neue Swiss-Boeing 777 der Swiss mit zwei F/A-18 von der Landesgrenze bis zum Flughafen Zürich Kloten begleitet. Die Idee zu dieser Aktion sei bei einem Gespräch zwischen der Luftwaffe und der Swiss entstanden, sagte Luftwaffen-Sprecher Jürg Nussbaum auf Anfrage der sda.

Die Swiss habe daraufhin einen Antrag bei der Luftwaffe gestellt, dem stattgegeben worden sei. Dies einerseits darum, weil es für die Luftwaffe ein willkommenes Training im Rahmen eines Luftpolizeieinsatzes gewesen sei, sagte Nussbaum.

Andererseits sei die Aktion von Seiten der Luftwaffe auch ein Zeichen der Wertschätzung für einen guten Partner. So habe die Luftwaffe allein schon wegen der gemeinsamen Benutzung des gleichen Luftraumes viel mit der Swiss zu tun. Berührungspunkte gäbe es jedoch auch bei der Ausbildung der Piloten.

In welchen anderen Fällen die Luftwaffe ähnliche Aktionen durchgeführt hat, konnte Nussbaum nicht sagen. Die Luftwaffe entscheide von Fall zu Fall. Die Flugstunde eines F/A-18 kostet gemäss Berechnungen der Luftwaffe von 2011 29'500 Franken. (sda)

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