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«Parkhaus-Mörderin» bleibt verwahrt

Die Zürcher «Parkhaus-Mörderin» bleibt weiterhin in Verwahrung. Dies hat das Bezirksgericht Zürich beschlossen. Die Rückfallgefahr für die wegen mehrfachen Mordes und anderer Straftaten verurteilte Frau bleibe hoch, teilte es am Donnerstag mit.

Die Zürcher «Parkhaus-Mörderin» bleibt weiterhin in Verwahrung.
Die Zürcher «Parkhaus-Mörderin» bleibt weiterhin in Verwahrung.
Keystone

Die Zürcher «Parkhaus-Mörderin» bleibt weiterhin in Verwahrung. Dies hat das Bezirksgericht Zürich beschlossen. Die Rückfallgefahr für die wegen mehrfachen Mordes und anderer Straftaten verurteilte Frau bleibe hoch, teilte es am Donnerstag mit.

Die als «Parkhaus-Mörderin» bekannte Straftäterin wurde vom Obergericht Zürich am 18. Dezember 2001 wegen mehrfachen Mordes, versuchten Mordes sowie zahlreicher weiterer Straftaten (Brandstiftung, Raub) schuldig gesprochen und zu einer lebenslänglichen Zuchthaus-Strafe verurteilt. Sie wurde verwahrt.

Die Verteidigung hatte die Umwandlung der Verwahrung in eine stationäre Massnahme im Rahmen der Verjährungsüberprüfung vor rund einem Jahr gefordert. Dies hat das Gericht nun abgelehnt. Der Beschluss ist nicht rechtskräftig. Er kann ans Obergericht weitergezogen werden.

Das Bezirksgericht hatte im Januar 2016 ein Ergänzungsgutachten angeordnet. Dieses sollte Aufschluss geben, ob die von der Verteidigung beantragte Umwandlung der Verwahrung in eine stationäre Massnahme möglich ist. Das Gutachten liegt nun vor. Gemäss Mitteilung anerkennen Gericht und Gutachter, dass es bei der Verwahrten in den letzten Jahren positive Entwicklungen gegeben hat. Sie sei therapiewillig und grundsätzlich auch therapiefähig.

Trotzdem wird die Gefahr eines Rückfalls ausserhalb des Strafvollzugs «weiterhin als hoch» eingeschätzt. Es bestehe heute keine hinreichende Wahrscheinlichkeit, dass sich die Rückfallgefahr durch eine Umwandlung in eine stationäre therapeutische Massnahme deutlich verringern lasse, heisst es weiter. Das Gericht beschloss daher, dass die Verwahrung weitergeführt und keine therapeutische Massnahme angeordnet wird. Einen Antrag der Verwahrten auf erneute Anhörung wies das Gericht ab. Diese würde am am Ergebnis nichts ändern.

Happiges Sündenregister

Im Sommer 1991 hatte die gebürtige Österreicherin im Alter von 18 Jahren im Zürcher Parkhaus Urania eine 29-jährige Frau mit einem Messer erstochen. Im Januar 1997 brachte sie im Chinagarten eine 61-jährige Passantin mit Messerstichen um. Im März 1998 fiel sie zudem an der Kirchgasse in Zürich über eine 75-jährige Frau her, die die Attacke überlebte. Kurz darauf wurde die Täterin verhaftet, 2001 verurteilt. Bereits im Februar 2008 beschloss das Obergericht ein erstes Mal, die Verwahrung fortzusetzen und lehnte eine stationäre Massnahme ab. 2015 Jahr entschied das Obergericht dann, dass das Bezirksgericht eine persönliche Anhörung und eine Verwahrungsüberprüfung durchführen muss.

SDA/fabs

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