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8,5 Kilo Kokain im Rollkoffer

Acht Blöcke à ein Kilo Kokain hatte ein Schweizer Anfang Jahr in seinem Reisekoffer versteckt. Für den Flughafen-Zoll ist es die grösste Menge seit 3 Jahren.

Der Schweizer Reisende machte sich gar nicht erst die Mühe, die Drogenpakete in einem zweiten Boden seines Koffers verstecken zu wollen.
Der Schweizer Reisende machte sich gar nicht erst die Mühe, die Drogenpakete in einem zweiten Boden seines Koffers verstecken zu wollen.
Flughafenzoll / zvg

Am 7. Januar ist ein 53-jähriger Schweizer aus der Dominikanischen Republik in die Schweiz eingereist. In seinem Handgepäck hat er Kokain mitgeführt: Acht Blöcke zu je rund einem Kilogramm, total 8,5 Kilogramm. Nach der Landung geriet er in eine Kontrolle der Zollstelle Zürich-Flughafen und der Kantonspolizei. Die im Rollkoffer verstauten Pakete wurden sichergestellt, der Reisende selbst der Kapo übergeben. Wie der Zoll in seiner Medienmitteilung schreibt, handle es sich bei diesem Fall um die grösste Menge an Kokain, die in den letzten drei Jahren bei einer Einzelperson sichergestellt werden konnte.

Wenngleich der Zoll in der Mitteilung die Aussage macht, die Blöcke seien «lose im Koffer versteckt» gewesen, wirklich verstecken lasse sich eine solche Menge im Handgepäck nicht, sagt der stellvertretende Leiter der Fluhafen-Zollstelle, Miroslaw Ritschard. «Das war einfach Roulette – erwischen sie mich oder nicht.»

Generell gelte die Dominikanische Republik in Bezug auf Drogen als Hotspot, weshalb auf diesen Flügen verstärkt kontrolliert werde. «Im aktuellen Fall hatten wir den Fokus besonders auf Schweizer Reisende gelegt».

Über eine Million Franken

Ein genauer Schwarzmarktwert des sichergestellten Kokains lässt sich gemäss Ritschard nur schwer ermitteln. «Man kann aber aus Erfahrung sagen, dass das in die Schweiz eingeführte Kokain einen sehr hohen Reinheitsgehalt hat. Es wird in der Regel hier gestreckt.» Wenn man annimmt, dass auf dem Schwarzmarkt zwischen 80 und 100 Franken pro Gramm reines Kokain bezahlt werden, ergebe sich daraus allein für die vorliegende Menge ein Wert von mindestens 680 000 Franken. Strecke man zur Hälfte, läge der Betrag bei 1,3 Millionen Franken. Allerdings gelte auch: Je stärker der Stoff gestreckt werde, desto niedriger der Preis pro Gramm. «Je nachdem, wie viel Prozent reines Kokain das Endprodukt enthält, ist man aber auf jeden Fall schnell über einer Million Franken», sagt Ritschard.

Wie gross die Wahrscheinlichkeit ist, mit 8,5 Kilogramm Kokain im Handgepäck bereits bei den Sicherheitskontrollen vor dem Abflug erwischt zu werden, lässt sich gemäss Ritschard schwer sagen. Bei der Durchleuchtung von Gepäckstücken vor dem Boarding, stehe aber die Sicherheit des Fluges im Vordergrund, während bei der Einreise auch Aspekte wie die Volksgesundheit eine Rolle spielten.

SDA/mc/red

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