Zürichsee

Seeuferweg in Wädenswil soll 20 Millionen Franken kosten

Der Kanton Zürich hat die Planung für den Uferweg wieder aufgenommen. Konkret ist das Projekt zwischen Bahnhof Wädenswil und Halbinsel Giessen. Der Kanton rechnet mit Kosten von 20 Millionen Franken.

Zürichseeweg zwischen der Halbinsel Giessen in Wädenswil und der Mülenen Richterswil. Bild: Archiv ZSZ

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Es geht vorwärts mit dem Seeuferweg. Im Rahmen des Bauprogramms Staatsstrassen 2017-2019 hat der Kanton Zürich beschlossen, die Planungsarbeiten für Uferwege wieder aufzunehmen, nachdem der entsprechende Gesetzesartikel inkraft getreten ist. Bloss, auf einen Weg rund um den Zürichsee können Spaziergänger wohl noch lange warten. Denn konkret gibt es momentan nur ein Projekt: Die Erschliessung vom Bahnhof Wädenswil zur Halbinsel Giessen.

Wie Richard Sägesser, stellvertretender Amtschef des Amts für Verkehr, sagt, sei sonst noch keine Gemeinde mit einem grösseren Projekt an den Kanton herangetreten. Ein Grund könnten die Kosten sein. Für den Abschnitt in Wädenswil rechnet der Kanton mit Kosten von rund 20 Millionen Franken. Mit dem am 1. April in Kraft getretenen Gesetz sind die Gemeinden verpflichtet, einen Anteil von 20 Prozent zu übernehmen. Wädenswil müsste also vier Millionen Franken an das Projekt zahlen.

Für schwimmenden Steg

Stadtpräsident Philipp Kutter (CVP) ist erfreut, dass es mit der Planung vorangeht. Er betont, dass die Stadt sich für eine Lösung einsetzen werde, zumal mit der Schliessung der Lücke ein durchgehender Seeuferweg von Horgen bis zur Kantonsgrenze erreicht werden kann. Der projektierte Betrag ist ihm aber zu hoch. Es müsse eine kostenbewusste Lösung sein. «Anders wäre das in unserer finanziellen Lage nicht so einfach zu bewältigen», sagt er. Die Vertreter der Stadt Wädenswil haben darum eine günstigere Lösung eingebracht. Konkret wollen die Wädenswiler, dass statt einem gepfählten Steg, wie er zwischen Wädenswil und Richterswil existiert, ein schwimmender Steg gebaut wird. Angesichts der Begebenheiten, etwa der direkt am Ufer durchführenden Bahnlinie, gibt es kaum eine Alternative zu einem Steg.

Der Kanton muss nun ein Projekt ausarbeiten. Frühestens 2019 wäre dieses im Optimalfall baureif. Der Zeitpunkt ist aber von mehreren Faktoren abhängig, etwa der Dauer des Bewilligungsverfahrens

Zudem müssen politische Entscheide gefällt werden. Sowohl der Kantonsrat, als auch der Gemeinderat Wädenswil haben bei der Umsetzung ein Wörtchen mitzureden. Bleiben die Gesamtkosten bei mehr als 10 Millionen Franken beziehungsweise zwei Millionen für Wädenswil, käme es in der Stadt zu einer Urnenabstimmung.

Erstellt: 06.10.2016, 17:57 Uhr

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