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Spitäler leisten grossen Sparbeitrag

Der Zürcher Regierungsrat hat eine Reihe von Tarifverträgen im Spitalbereich genehmigt. Mit den neuen Tarifen wird der Kanton 30 bis 50 Millionen Franken jährlich einsparen.

Die Zürcher Spitaler (im Bild ein Zimmer des Triemli) haben gemäss Regierungsrat intensive Verhandlungen mit den Krankenversicherern hinter sich.
Die Zürcher Spitaler (im Bild ein Zimmer des Triemli) haben gemäss Regierungsrat intensive Verhandlungen mit den Krankenversicherern hinter sich.
Keystone

Der Spitaltarif ist ein entscheidender Faktor dafür, wie hoch die Gesundheitsausgaben im Kanton ausfallen. Die Tarifverträge haben deshalb grosse finanzielle Auswirkungen. Die vereinbarten Tarife erfüllten die Zielvorgaben der Leistungsüberprüfung 2016, heisst es denn auch in der Mitteilung des Regierungsrats vom Donnerstag.

Für die Spitäler mit Notfallstation haben der Verband Zürcher Krankenhäuser und die Krankenversicherer einen Basisfallwert von 9650 Franken vereinbart. Für Spitäler ohne Notfall beträgt dieser 9450 Franken. Die vom Regierungsrat genehmigten Verträge beginnen rückwirkend ab dem 1. Januar 2016 und gelten bis mindestens Ende 2018, wie es heisst.

Der Kanton werde dadurch in den nächsten drei Jahren 33 bis 55 Millionen Franken jährlich sparen, heisst es in einer Mitteilung des Verbands Zürcher Krankenhäuser. Damit realisierten die Spitäler mit insgesamt 130 Millionen Franken den grössten Sparbeitrag der Leistungsüberprüfung 2016.

Dünne Luft für die Spitäler

Die Zürcher Spitäler würden im interkantonalen Vergleich unterdurchschnittliche Fallkosten aufweisen. Die Gesundheitskosten im Kanton fielen deutlich niedriger aus als in allen anderen Kantonen mit Universitätsspitälern, schreibt der Verband und weist darauf hin, dass die Grundversicherung die Kosten nicht decke.

Für 85 Prozent der Spitäler im Kanton resultiere aus den stationären Tarifen der Grundversicherung ein Verlust. Die Kostenentwicklung in den Spitälern verschärfe diese Situation noch, warnt der Verband. Er fordert, dass die Tarife der obligatorischen Krankenversicherung im stationären Bereich schweizweit steigen müssen.

Für qualitativ hochstehende Leistungen brauche es laufend Investitionen in die medizinische Qualität sowie in die Infrastruktur. Dies funktioniere aber nur, wenn die Spitäler Gewinne erwirtschafteten.

SDA/mst

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