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Stadt Zürich will mehr Frauen im Kader

Der Zürcher Stadtrat will die Gleichstellung weiter fördern. Unter anderem fordert er einen höheren Frauenanteil im Kader der Stadtverwaltung.

Zürcher Stadtpräsidentin Corine Mauch setzt sich an vorderster Front für die Gleichstellung ein.
Zürcher Stadtpräsidentin Corine Mauch setzt sich an vorderster Front für die Gleichstellung ein.
Keystone

Der Frauenanteil im Kader der Zürcher Stadtverwaltung soll weiter erhöht werden. Dies ist eines der Ziele des Gleichstellungsplans 2014-2018. Insgesamt umfasst dieser sechs Schwerpunkte, die von Aufstiegschancen über Kinderbetreuung, festgefahrene Rollenbilder bis Zwangsheirat reichen.

«Gleichstellung in den unterschiedlichsten Lebensbereichen wirklich zu fördern, setzt ein koordiniertes Vorgehen voraus,» wird Stadtpräsidentin Corine Mauch (SP) in einer Mitteilung vom Mittwoch zitiert. Den Gleichstellungsplan haben die Departemente und Dienstabteilungen in enger Zusammenarbeit mit der Fachstelle für Gleichstellung entwickelt.

Festgelegt wurden Massnahmen für sechs Schwerpunkte: Zahlen und Fakten zur Gleichstellung, Lohngleichheit von Mann und Frau, Frauen und Männer im Kader der Stadtverwaltung, Vereinbarkeit von Familie und Beruf, Geschlechterrollen, Familien- und Lebensformen sowie geschlechtsspezifische Gewalt.

Zielvorgabe 35 Prozent

Mit dem Schwerpunkt «Frauen und Männer im Kader der Stadtverwaltung» nimmt der Stadtrat eine Forderung aus dem Gemeinderat auf, die eine Zielvorgabe von 35 Prozent des untervertretenen Geschlechts in den Kaderpositionen der städtischen Verwaltung verlangt, wie es in der Mitteilung heisst. Alle Departemente haben Massnahmen definiert. Unter anderem wird Teilzeit auch für Kader vermehrt ermöglicht.

Angesetzt wird im Alltagshandeln der Verwaltung - nach aussen und nach innen. So werden die Lehrpersonen der Fachschule Viventa darauf vorbereitet, das Thema Gleichstellung von Frau und Mann in den Integrationsklassen zu behandeln.

Über eine stadtinterne Lohngleichheitsanalyse sollen allfällige Lohndiskriminierungen festgestellt und beseitigt werden. Ende 2018 wird dann erneut Bilanz gezogen. Dann wird sich auch zeigen, ob es gelungen ist, den Frauenanteil im obersten Kader, der seit 2007 von 10 auf 21 Prozent gestiegen ist, weiter anzuheben.

Gleichstellungsplan positiv ausgefallen

Das neue Massnahmenpaket wurde geschnürt, nachdem die Bilanz des Gleichstellungsplans 2009-2013 positiv ausgefallen war, wie eine extern durchgeführte Evaluation zeigte. So konnten beispielsweise mehr junge Frauen und Männer für eine Ausbildung in einem geschlechtsuntypischen Beruf gewonnen werden.

Mit Information und Beratung wurden Betroffene und Fachpersonen bei der Bekämpfung von Zwangsheiraten unterstützt, und Leitlinien für Spitalmitarbeitende regeln das Vorgehen und die Zuständigkeiten bei häuslicher Gewalt.

SDA/far

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