Dielsdorf

Asylunterkunft nach Brand wieder bewohnbar

Am Montag ist in der Asylunterkunft in Dielsdorf eine Wohnung ausgebrannt. Gestern konnten die Bewohner bereits wieder ­zurückkehren.

In der Dielsdorfer Asylunterkunft ist die mittlere Wohnung im linken Gebäudeteil ausgebrannt. Im rechten Teil konnten die Bewohner bereits wieder einziehen.

In der Dielsdorfer Asylunterkunft ist die mittlere Wohnung im linken Gebäudeteil ausgebrannt. Im rechten Teil konnten die Bewohner bereits wieder einziehen. Bild: Balz Murer

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Die Kinder des Dielsdorfer Schulhauses Früebli mussten ges­tern ihre Turnstunde nach draus­sen verlegen. Denn ihre Halle wurde anderweitig gebraucht: Sie diente einer Gruppe von Asylbewerbern als Nachtlager. Nachdem es am Montagabend in der Asylunterkunft an der Spitalstrasse 1 gebrannt hatte, organisierte der Sozialdienst den 16 Bewohnern eine Schlafgelegenheit auf Turnmatten. Die Wolldecken stammten aus dem Bestand der Feuerwehr.

Der Brand war am Montag gegen 17.30 Uhr ausgebrochen. Ein Passant hatte die Feuerwehr informiert. Um 17.40 Uhr ging der Alarm beim Kommandanten Daniel Andreoli ein, zwei Minuten später war der Leiter des Dielsdorfer Eltop-Geschäfts vor Ort. Innert sieben Minuten seien weitere zehn Feuerwehrleute eingetroffen, sagt Andreoli. Während die einen mit Atemschutzmasken und Wasserschlauch zum «Innenangriff» übergingen, kühlten ­andere das Gebäude von aus­sen. So ist es gelungen, den rechten Gebäudeteil vor den Flammen ­ zu schützen. Auch Dach und Par­terre blieben weitgehend intakt. Die Wohnung im ersten Stock scheint hingegen ziemlich vollständig ausgebrannt zu sein.

Nachbarn halfen spontan

Die Bewohner hätten sich alle selber ins Freie retten können, sagt Andreoli. Als er am Brandort eintraf, sei eine Frau am Boden gelegen, die wohl einen Schrecken erlitten hatte. Die Sanität kümmerte sich um sie. Sehr schnell traf auch Sozialvorsteherin Barbara ­Dittli ein, die sich um die obdachlos gewordenen Menschen kümmerte. Es handelt sich mehrheitlich um Familien oder alleinstehende Frauen mit Kindern, die aus Eritrea stammen.

Erfreulich sei auch gewesen, wie schnell und unkompliziert die Nachbarn ihre Hilfe angeboten hätten, sagt Gemeindeschreiber Marco Renggli. Sie öffneten zuerst einen Raum im nahen Begegnungsort «Philosophe» und kochten Risotto für die Asylbewerber. Bereits gestern Abend konnten diese in den verschont gebliebenen Gebäudeteil zurückkehren. Dieser bietet genügend Platz, da Diels­dorf zurzeit nur gut die Hälfte seines zugeteilten Kontingents an Asylbewerbern beherbergt. Die Gemeinde muss Platz für 30 Personen anbieten. Die Brandursache ist auf Fahrlässigkeit zurückzuführen. (Zürcher Regionalzeitungen)

Erstellt: 25.03.2015, 20:00 Uhr

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