Zum Hauptinhalt springen

AL setzt zwei Doppel-FF auf die Liste

An erster und letzter Stelle der Nationalratsliste der AL stehen zwei Herren mit Doppelkonsonant: Der Zürcher Kantonsrat Markus Bischoff und der Zürcher Stadtrat Richard Wolff.

Kandidieren beide für den Nationalrat: Der Rechtsanwalt und Kantonsrat Markus Bischoff (l.) und Stadtrat Richard Wolff.
Kandidieren beide für den Nationalrat: Der Rechtsanwalt und Kantonsrat Markus Bischoff (l.) und Stadtrat Richard Wolff.
Keystone

Der Zürcher Rechtsanwalt und Kantonsrat Markus Bischoff soll für die Alternative Liste (AL) einen Sitz im Nationalrat gewinnen. Die Partei verabschiedete ihre Liste für die nationalen Wahlen. Die Chancen stehen gut, dass die AL im Herbst für einen Sitz links der SP sorgen könnte.

Für Überraschung sorgt der letzte Platz der Liste: Dort findet sich ein weiterer Nationalratskandidat mit Doppelkonsonant im Namen: Der Zürcher Stadtrat Richard Wolff (Platz 35). Überraschend ist Wolffs Nomination deshalb, weil in der Stadt Zürich Doppelmandate verboten sind. Wird Wolff also trotz letztem Listenplatz gewählt, müsste er sich zwischen den beiden Ämtern entscheiden.

Perfekter Kandidat für Mandat in Bern

Markus Bischoff seinerseits wurde von der Vollversammlung als «die ideale Nummer 1» auf den ersten Listenplatz gesetzt, wie die AL am Donnerstag mitteilte. In einem beherzten Wahlkampf für den Zürcher Regierungsrat habe der 59-Jährige bewiesen, dass er weit über die Linke hinaus Stimmen mobilisieren könne.

Bischoff sitzt seit acht Jahren im Zürcher Kantonsrat, wo er zwischenzeitlich auch die Parlamentarische Untersuchungskommission (PUK) geleitet hatte. Ausserdem ist er Präsident des Zürcher Gewerkschaftsbundes (GBKZ). Er sei der perfekte AL-Kandidat für ein Mandat in Bern, schreibt die Partei.

Sitz nach 16 Jahren wieder möglich

Die AL präsentiert für die Wahlen am 18. Oktober eine Liste mit 17 Frauen und 18 Männern und einem Durchschnittsalter von 46 Jahren. Die Plätze 2 und 3 nehmen die 28-jährige Studentin und Gemeinderätin Ezgi Akyol und der 53-jährige Gemeinderat und Kommunikationschef des Zürcher Mieterverbands Walter Angst ein. Gleich dahinter auf Platz vier und fünf sind die beiden Winterthurer Gemeinderäte Katharina Gander und David Berger aufgelistet.

Da sich Ergebnisse von kantonalen Wahlen erfahrungsgemäss bei nationalen Wahlen bestätigen, könnte die AL im Herbst erstmals seit 16 Jahren wieder für den Kanton Zürich einen Sitz links der SP gewinnen. Bei den Kantonsratswahlen im April steigerte die Partei ihren Wähleranteil von 1,6 auf 3 Prozent und erhöhte ihre Sitzzahl von 3 auf 5.

SDA/heb

Dieser Artikel wurde automatisch aus unserem alten Redaktionssystem auf unsere neue Website importiert. Falls Sie auf Darstellungsfehler stossen, bitten wir um Verständnis und einen Hinweis: community-feedback@tamedia.ch