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Bedingte Freiheitsstrafe für ehemalige Gefängnisaufseherin

Als Aufseherin im Gefängnis Affoltern versorgte sie Häftlinge mit Drogen und erfüllte ihnen besondere Essenswünsche. Nun ist sie dafür verurteilt worden.

Hier passierten die Verfehlungen: Im Bezirksgefängnis Affoltern am Albis.
Hier passierten die Verfehlungen: Im Bezirksgefängnis Affoltern am Albis.
Keystone

Kokain, Marihuana, aber auch Hamburger und Pizza, einmal gar einige Ampullen Testosteron samt Spritzen - die Frau lieferte, was gewünscht wurde. Sie sei naiv gewesen, sagte die 29-Jährige am Montag vor dem Bezirksgericht Affoltern am Albis, sie bereue ihr Tun zutiefst. Als Gegenleistungen für die Lieferungen erhielt sie kleine Mengen Drogen für den Eigengebrauch.

Die Lieferungen erfolgten zwischen September 2013 und Juli 2014. Das Verschulden der Beschuldigten wiege nicht mehr leicht, sagte das Gericht. Sie habe ein verwerfliches Verhalten an den Tag gelegt und ihre Funktion als Aufseherin längere Zeit missbraucht.

Das Gericht sprach die Schweizerin des mehrfachen Amtsmissbrauchs sowie der Widerhandlung gegen das Betäubungsmittelgesetz schuldig. Es verurteilte sie zu einer bedingten Freiheitsstrafe von 24 Monaten bei einer Probezeit von zwei Jahren. Zudem muss die Frau eine Busse von 1000 Franken zahlen und die Verfahrens- und Gerichtskosten von rund 7500 Franken übernehmen.

Auch Kadermitarbeiter verurteilt

Das illegale Treiben der Aufseherin flog im August 2014 auf. Gleichzeitig wurde bekannt, dass auch ein Kadermitarbeiter sich Unregelmässigkeiten hatte zuschulden kommen lassen: Er zweigte immer wieder Geld aus der Gefängniskasse für sich ab.

Das gleiche Bezirksgericht sprach den ehemaligen Leiter der Gefängniskanzlei im Januar 2015 der mehrfachen Veruntreuung und mehrfachen Urkundenfälschung schuldig. Es verurteilte ihn zu einer bedingen Freiheitsstrafe von 12 Monaten. Auch hier legte es die Probezeit auf zwei Jahre fest.

SDA/heb

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