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«Das kann schon noch etwas ­werden mit der Seele»

Neben dem Zürcher Hauptbahnhof ­entsteht ein neues Quartier, dessen Herzstück einmal eine ­Allee aus 75 Ginkgobäumen sein wird. Eine Zwischenbilanz.

Der Zürcher Europaallee fehlt im Moment noch etwas Flair, das neue Quartier hinter dem Bahnhof ist aber auch erst zur Hälfte fertig.
Der Zürcher Europaallee fehlt im Moment noch etwas Flair, das neue Quartier hinter dem Bahnhof ist aber auch erst zur Hälfte fertig.
Heinz Diener

Die Europaallee? Der Rentner, der fast täglich durch das Gitter den Baggern zuschaut, zuckt etwas ratlos die Schultern. Das neue Quartier sei halt städtisch. «Alles ist gross, alles glänzt.» Aber ihm fehle so etwas wie die Seele des Quartiers.

Die Europaallee, neben dem Zürcher Hauptbahnhof gelegen, hat insbesondere in linken Kreisen ein Imageproblem; das neue Quartier gilt als Beispiel der sogenannten Gentrifizierung: Es entstehen teure Bauten, mit und in denen dem Kommerz gefrönt wird und die keinen Raum für den «gewöhnlichen Zürcher» lassen. Mitte Dezember des vergangenen Jahres wurde die Allee zur Kampfzone; eine Gruppe hatte Scheiben verschiedener Geschäfte eingeschlagen und eine Spur der Verwüstung hinter sich hergezogen. Auf Flyern hiess es, das sei ein Zeichen «gegen wüste Betonlandschaften». Es wurde «die kapitalistische Stadtentwicklung mit ihrer Verdrängung» angeprangert.

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