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Grosser Tanz um zwei Stöckli-Sitze

Es gibt sie, die klaren Favoriten für die beiden Zürcher Stöckli-Sitze. Aber ein zweiter Wahlgang ist so gut wie sicher. Eine Auswahl von Szenarien und Spekulationen.

Hierhin drängt es die Zürcher Ständeratskandidaten: In den Ständeratssaal in Bern, hier die Räte während eines Fototermins an der Herbstsession 2014.
Hierhin drängt es die Zürcher Ständeratskandidaten: In den Ständeratssaal in Bern, hier die Räte während eines Fototermins an der Herbstsession 2014.
Keystone

Szenario 1: Kein Kandidat schafft beim ersten Wahlgang das absolute Mehr.

Es spricht viel dafür, dass dieses Szenario eintritt. Denn das absolute Mehr, das im ersten Wahlgang gilt, ist eine ausgesprochen hohe Hürde. Ein Blick in frühere Ständeratswahlkämpfe bestätigt dies: 2011 scheiterten sogar die beiden Bisherigen Felix Gutzwiller (FDP) und Verena Diener (GLP) daran. Diener fehlten 15 217 Stimmen, Gutzwiller 19 614. Der Störfaktor hiess damals Christoph Blocher, der zum Sturm aufs Stöckli aufgerufen hatte und in Zürich selber in die Hosen stieg – wenn auch vergeblich. Ihm fehlten 42 121 Stimmen. Aber eben: Er zwang die Bisherigen in eine zweite Runde. Im Wahlgang 2007, als Gutzwiller und Diener zum ersten Mal antraten – es waren wie heute beide Zürcher Sitze frei –, erwies sich das absolute Mehr ebenfalls als hohe Hürde. Zwar schaffte es Gutzwiller in der ersten Runde, aber knapp. Nur 737 Stimmen lag er über dem absoluten Mehr.

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