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Mutmasslicher Winterthurer Dschihadist aus Untersuchungshaft entlassen

Der 25-jährige Winterthurer Dschihad-Reisende, der am Flughafen Zürich festgenommen wurde, ist wieder auf freiem Fuss. Laut Bundesanwaltschaft liegen keine Haftgründe mehr vor. Das Verfahren läuft jedoch weiter.

Kämpfer des Islamischen Staates auf einem Panzer: Der 25-Jährige wollte sich dem Terror-Netzwerk anschliessen, wurde aber bereits am Zürcher Flughafen verhaftet.
Kämpfer des Islamischen Staates auf einem Panzer: Der 25-Jährige wollte sich dem Terror-Netzwerk anschliessen, wurde aber bereits am Zürcher Flughafen verhaftet.
Keystone

Der 25-jähriger Dschihad-Reisende, der am 7. April am Flughafen Zürich verhaftet wurde, ist aus der Untersuchungshaft entlassen worden. Er stammt aus Winterthur, wie die Bundesanwaltschaft indirekt bestätigte.

Der Beschuldigte befinde sich wieder auf freiem Fuss, bestätigte André Marty, Sprecher der Bundesanwaltschaft eine Anfrage der «Neuen Zürcher Zeitung». Das Zwangmassnahmengericht hatte nach der Festnahme eine 14-tägige Untersuchungshaft bewilligt. Nun bestünde keine gesetzlichen Haftgründe mehr, sagte Marty gegenüber der Zeitung. Deshalb habe man auf keine Verlängerung der Haft beantragt.

Erstmals vor der Abreise verhaftet

Das Verfahren gegen den jungen Mann aus Winterthur läuft aber weiter. Die Bundesanwaltschaft wirft dem Schweizer Staatsbürger vor, eine kriminelle Organisation unterstützt zu haben. Sie stützt sich dabei auf das Bundesgesetz über das Verbot der Gruppierungen Al-Kaida und Islamischer Staat (IS). Der 25-Jährige wollte bei seiner Verhaftung mit dem Flugzeug von Zürich nach Istanbul reisen, um dann in das syrisch-irakische Grenzgebiet zu gelangen.

Mit der Verhaftung im April konnte das erste Mal ein Dschihad-Reisender noch in der Schweiz vor der Abreise verhaftet werden. In ihrer Mitteilung dazu schrieb die Bundesanwaltschaft, dass die Verhaftung «die konsequente Strafverfolgung aller Personen in der Schweiz, die am dschihastisch motivierten Terrorismus zu beteiligen versuchen» dokumentiere.

Im letzten Jahr wurden zwei Personen wegen Unterstützung einer kriminellen Organisation sowie öffentlichen Gewaltaufrufen zu unbedingten und bedingten Gefängnisstrafen verurteilt. Sie hatten im Internet Propaganda für ein Terror-Netzwerk verbreitet.

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