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Strafverfahren gegen Polizisten eröffnet

Ein unbewilligter FCZ-Fanmarsch im Jahr 2013 hat möglichweise Folgen für einen Zürcher Stadtpolizisten. Gegen ihn wird ein Verfahren wegen Amtsmissbrauchs geführt.

Im Vorfeld dieses Spiels kam es zum Polizeieinsatz, der nun von der Justiz untersucht wird: Beim Match des FCZ gegen GC.
Im Vorfeld dieses Spiels kam es zum Polizeieinsatz, der nun von der Justiz untersucht wird: Beim Match des FCZ gegen GC.
(Archivbild 12. Mai 2013), Keystone

Die Zürcher Staatsanwaltschaft hat in Zusammenhang mit einem FCZ-Fanmarsch im Jahre 2013 eine Strafuntersuchung gegen einen Gruppenführer der Stadtpolizei Zürich eröffnet. Dieser hatte den Befehl zu einem Gummischroteinsatz gegeben, bei dem zwei Personen verletzt wurden.

Gegen den Gruppenführer sei eine Strafuntersuchung unter anderem wegen Amtsmissbrauch und Körperverletzung eingeleitet worden, bestätigte Corinne Bouvard, Sprecherin der Staatsanwaltschaft, am Montag einen Bericht im «Tages-Anzeiger». Weitere Angaben konnte sie aufgrund des laufenden Verfahrens nicht machen.

Polizei kesselte Fans ein

Der Zwischenfall ereignete sich am 12. Mai 2013 in Zürich. Vor dem Fussballspiel zwischen dem FC Zürich und GC stoppte die Stadtpolizei auf der Badenerstrasse einen unbewilligten Marsch von FCZ-Fans. Einige Fussballfans waren vermummt und zündeten Pyros und Fackeln.

Weil dies verboten ist, riegelte die Stadtpolizei hinter dem Fanmarsch die Badenerstrasse Richtung Albisriederplatz ab und kesselte die Fans ein. Der Fanmarsch fand rund einen Montag vor der Abstimmung über das Hooligan-Konkordat statt. Fans vermuten, dass dies mit ein Grund war, dass die Polizei rigoroser vorging als bei frühreren Fanmärschen. Sie vermuteten, dass die Aktion politisch motiviert war. Der Befehl für die Polizisten lautete damals, den Fanmarsch abzuriegeln, wenn «massiv» Pyros zum Einsatz kommen.

Nach einem Schiessbefehl ihres Zugführers setzten einzelne Polizisten Gummischrot ein. Dabei wurden ein Mann und eine Frau verletzt. Diese erstatteten danach Strafanzeige bei der Kantonspolizei.

SDA/heb

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