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Statthalter stützt Verbot von «Thompson»-Konzert

Der kroatische Sänger Marko Perkovic darf mit seiner Band in Schlieren definitiv nicht auftreten. Ein Verbot verstosse nicht gegen Grundrechte.

Darf definitiv nicht in Schlieren auftreten, Marko Perkovic alias «Thompson».
Darf definitiv nicht in Schlieren auftreten, Marko Perkovic alias «Thompson».
Screenshot: Youtube.com

Das geplante Konzert des umstrittenen kroatischen Musikers Marko Perkovic mit seiner Band «Thompson» kann definitiv nicht am 3. September in Schlieren stattfinden. Der Statthalter des Bezirks Dietikon hat das vom Stadtrat Schlieren ausgesprochene Verbot des Konzerts gestützt.

Der Stadtrat hatte das Konzert Ende Juli verboten mit der Begründung, die öffentliche Sicherheit könne nicht gewährleistet werden. Der Rekurs gegen die stadträtliche Verfügung ist nun vom Statthalter abgewiesen worden, wie die Stadt Schlieren am Donnerstag mitteilte.

Grundrechte nicht verletzt

Gemäss Statthalter hatte der Stadtrat die Güterabwägung zwischen dem privaten und öffentlichen Interesse korrekt vorgenommen. Durch den Entscheid seien keine Grundrechte verletzt worden.

Perkovic nennt sich «Thompson», nach der Waffe, mit der er in den 1990er Jahren in den Kroatienkrieg zog. Er gilt als Faschist, der gegen Serben hetzt und das Ustascha-Regime verherrlicht. Das Bundesamt für Polizei (Fedpol) hatte 2009 eine Einreisesperre für Perkovic verhängt. Mittlerweile darf er grundsätzlich wieder in der Schweiz auftreten.

SDA/heb

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