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Theater im Andachtsraum, Gebete im Café

«Urban Prayers Zürich»: Das Theater Neumarkt bespielt mit seinem Stadtprojekt religiöse Räume. Am Anfang schauen wir Richtung Mekka.

In der Moschee: Theater geht auch in Socken.
In der Moschee: Theater geht auch in Socken.
Maurie Korbel

Um 18 Uhr 11 geht der Gebetswecker los. Eigentlich wäre es jetzt Zeit für das vom Koran vorgeschriebene Abendgebet: Kommt her zum Gebet, kommt her zum Heil. Ein Mann aber zieht der Uhr den Stecker raus, der digitale Gebets-Aufruf erlischt, und weiter geht es im Forum des Orients mit dem Theater. «Was glaubt Ihr denn, wer wir sind, was wir glauben?» skandiert der Chor. Die Frage hat sich das Theater Neumarkt gestellt. Das Projekt «Urban Prayers Zürich» von Björn Bicker und Malte Jelden bringt zur Sprache, was die Menschen heute zu ihrem Glauben sagen. In diesem Stück Alltagsrecherche zum religiösen Leben einer Stadt sind ganz unterschiedliche Stimmen zu hören.

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