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Theater Neumarkt zahlt für «Entköppelungs-Aktion»

Der Kanton Zürich zieht dem Theater Neumarkt 50'000 Franken ab, um die Kosten im Zusammenhang mit der umstrittenen Vorstellung im März zu decken. Ab 2018 erhält das Theater wie bisher 330'000 Franken aus der kantonalen Kulturförderung.

Das Theater Neumarkt bekommt 2017 rund 50'000 Franken weniger Kulturförderung.
Das Theater Neumarkt bekommt 2017 rund 50'000 Franken weniger Kulturförderung.
Keystone

Das Theater Neumarkt bekommt 2017 280'000 Franken aus der kantonalen Kulturförderung. Das sind 50'000 Franken weniger als in den Vorjahren. Mit diesem Betrag wird der Aufwand der kantonalen Stellen beglichen, der im Zusammenhang mit einer umstrittenen Vorstellung im Frühjahr anfiel. Dies teilte der Regierungsrat am Donnerstag mit.

Im März hatte die Theaterperformance «Die Schweiz entköppeln» stattgefunden, in deren Verlauf man Roger Köppel verfluchen konnte. Die SVP forderte, man solle dem Theater die Subventionen streichen. Die Stadt Zürich sicherte dem Neumarkt weiterhin den gewohnten Beitrag zu. Abgesehen von einem einmaligen Abzug reagiert der Kanton gleich.

Deutlich mehr Geld zu Verfügung haben wird die Zürcher Filmstiftung ab 2017. Sie erhält neu jährlich 4,65 Millionen Franken, das sind 3 Millionen mehr als bisher. Die Filmstiftung soll damit ihre Position als schweizweites Kompetenzzentrum für Filmschaffen ausbauen.

Aufwind für Winterthurer Museen

Um 700'000 Franken erhöht der Regierungsrat den Beitrag an den Kunstverein Winterthur. Mit dem Betriebsbeitrag von jährlich 1,2 Millionen Franken soll der Kunstverein sein neues Museumskonzept umsetzen können. Der Kunstverein soll künftig die Leitung dreier Häuser übernehmen, die zu einem Museum an drei Standorten zusammenwachsen.

Es handelt sich dabei um das Kunstmuseum Winterthur, das Museum Oskar Reinhart mit den Sammlungen Briner und Kern sowie das Museum Villa Flora. Laut Regierungsrat sichere das innovative Konzept den Erhalt der international bekannten Kunstsammlungen.

Die Stadt Winterthur begrüsst den Entscheid des Regierungsrats und kündigt an, ihren Beitrag um 350'000 Franken auf rund 1,1 Millionen Franken zu erhöhen.

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