Zürich

Uvek bewilligt Sondierbohrung im nördlichen Lägern

Das Eidgenössische Departement für Umwelt, Verkehr, Energie und Kommunikation (UVEK) hat im Kanton Zürich eine weitere Sondierbohrung für ein geologisches Tiefenlager für radioaktive Abfälle bewilligt. Die Nagra kann im nördlichen Lägern den Untergrund untersuchen.

Blick auf Arbeiten der Tiefbohrungen am Standortgebiet Nördlich Lägern (April 2019).

Blick auf Arbeiten der Tiefbohrungen am Standortgebiet Nördlich Lägern (April 2019). Bild: Keystone

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Das für die Bohrung vorgesehene Gebiet liegt zwischen Eglisau, Bülach und Niederweningen. Damit hat das UVEK seit August 2018 15 Bewilligungen für Sondierbohrungen erteilt, wie es in einer Mitteilung des Departements vom Montag heisst. Davon sind zehn bereits rechtskräftig. In den kommenden Wochen und Monaten würden die Entscheide zu den weiteren Gesuchen folgen.

2016 bis 2018 hatte die Nagra beim Bundesamt für Energie (BFE) insgesamt 23 Gesuche für Sondierbohrungen eingereicht: Je acht in den beiden Standortregionen Jura Ost und Zürich Nordost und sieben in der Standortregion Nördlich Lägern.

132 Einsprachen zu Nördlich Lägern

Alle Gesuche wurden öffentlich aufgelegt. 472 Einsprachen sind zu den Gesuchen für die Sondierbohrungen in Jura Ost eingegangen, 99 zu denjenigen in Zürich Nordost und 132 Einsprachen zu den Gesuchen für Sondierbohrungen in Nördlich Lägern.

Mit den Sondierbohrungen untersucht die Nagra seit diesem Jahr den geologischen Untergrund genauer. Darauf gestützt will die Nagra voraussichtlich bis 2022 bekanntgeben, für welche Standortgebiete sie Rahmenbewilligungsgesuche für den Bau von geologischen Tiefenlagern (Lager für hochradioaktive Abfälle, Lager für schwach- und mittelradioaktive Abfälle oder Kombilager) ausarbeiten wird.

Voraussichtlich wird die Nagra nicht alle 23 beantragten Sondierbohrungen durchführen; die Untersuchungsergebnisse bestimmen die jeweils weitere Bohrplanung. (mst/sda)

Erstellt: 21.10.2019, 12:14 Uhr

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