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Violetta als Phantom der Oper

Violetta in Verdis «La Traviata» stirbt an ihrer Lungenkrankheit. Die Sängerin braucht dafür aber die gesunde, nuancierte und starke Stimme. Diese hatte Sonya Yoncheva als gefeierte Einspringerin an der eindrücklichen Premiere.

Buntes und gequältes Partytreiben – Violetta (Sonya Yoncheva) setzt sich ins Sofa und ist gar nicht in Stimmung – etliche bemühen sich vergeblich um sie. Die Zeit ist reif für etwas Neues.
Buntes und gequältes Partytreiben – Violetta (Sonya Yoncheva) setzt sich ins Sofa und ist gar nicht in Stimmung – etliche bemühen sich vergeblich um sie. Die Zeit ist reif für etwas Neues.
pd

Dieser letzte Akt hat es in sich. In die ätherischen Töne des Orchesters «spricht» Violetta mit schwacher Stimme, die Arie ist geprägt von sanfter Ergebenheit auch im Expressiven, und es gibt auch die Momente des heftigen Aufbäumens und Aufblühens im Duett. Musik ist aber auch Musik, und wie die junge bulgarische Sopranistin Sonya Yoncheva, die auch an der Met als Traviata gefeiert wird, das alles in reinem Ton, mit klarer Linie und voller Seele gestaltete, war hinreissend, bewegend in jedem Augenblick einer musikalischen Fieberkurve.

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