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Vom Hausbesuch zum Hilfsnetzwerk

Kanton Ein Pilotprojekt soll Heimeintritte ­demenzkranker Personen hinauszögern. Ob es ­wirtschaftlichen Nutzen bringt, ist umstritten.

Der Kanton Zürich versucht mit dem Pilot-Projekt Aida-Care eine «der wesentlichen Lücken» zu schliessen.
Der Kanton Zürich versucht mit dem Pilot-Projekt Aida-Care eine «der wesentlichen Lücken» zu schliessen.
Keystone

Die 80-jährige Erna P. wäscht sich nicht mehr. Die alleinstehende Rentnerin lässt auch ihre Wohnung verwahrlosen. Den Hausarzt besucht sie nie. Erna P. ist an Demenz erkrankt – und niemand weiss es.

Albert Wettstein, Vizepräsident der Zürcher kantonalen ­Alzheimervereinigung (ALZ) und ehemaliger Zürcher Stadtarzt, kennt viele solcher Fälle. Drei Viertel der Personen, die dement sind, lassen sich gemäss Wettstein nicht abklären. Deshalb versucht der Kan­ton Zürich mit dem Pilotprojekt Aida-­Care – der Name steht für «Auf­suchende Individuelle Demenz-Abklärung und -Beratung» –, ­eine «der wesentlichsten Lücken» zu schliessen, wie die Gesundheitsdirektion es nennt. Konkret will sie die aufsuchende Abklärung und Beratung ausbauen. «Ohne solide Diagnose keine Therapie und Betreuung», betont der für die ALZ im Projektausschuss sitzende Wett­stein.

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