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Warum der deutsche Kaiser eigentlich nichts gegen Aadorf hatte

Es gibt Menschen, die haben das Gefühl, Aadorf sei von der grossen Weltgeschichte links liegen gelassen worden. Was es mit dem Kaiserbahnhof auf sich hat, erzählt Christian Schärrer, der 26 Jahre als Bahnhofvorstand amtete.

Ein Bahnhof unter Heimatschutz?und ein ehemaliger Bahnhofsvorsteher in historischer Uniform: Christian Schärrer.
Ein Bahnhof unter Heimatschutz?und ein ehemaliger Bahnhofsvorsteher in historischer Uniform: Christian Schärrer.
Nathalie Guinand

Der deutsche Kaiser Wilhelm II. muss eine besondere Faszination auf die Schweizer ausgeübt haben. Wie sonst kann man sich die Legende um den Aadorfer Kaiserbahnhof erklären; eine Geschichte, an der doch gar nichts dran ist, wie der ehemalige Bahnhofsvorsteher von Aadorf, Christian Schärrer, weiss. Den Auslöser für die Annahme, der Kaiser Wilhelm habe Aadorf besuchen wollen, und dafür sei das repräsentative Bahnhofsgebäude im Heimatstil gebaut worden, gab das Militär: Rund 26 000 Mann und 5800 Pferde, die fünfte und sechste Armeedivision, kamen im September 1912 zu Manövern in der Ostschweiz zusammen.

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