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Wie die Parteien Neuwähler anpeilen

Die Nichtwähler sind mit rund 60 Prozent in der Mehrheit. Mit einfachen Botschaften und Bildern versuchen die Parteien, dieses riesige Potenzial anzuzapfen.

Wahlplakate am Sechseläutenplatz. Die Parteien wollen Stammwähler aktivieren und wenn möglich Neuwähler gewinnen.
Wahlplakate am Sechseläutenplatz. Die Parteien wollen Stammwähler aktivieren und wenn möglich Neuwähler gewinnen.
Thomas Schraner

61 Prozent der Wahlberechtigten im Kanton Zürich blieben bei den letzten Ständeratswahlen (2015) den Urnen fern. Beim zweiten Wahlgang waren es sogar 66 Prozent. Die Wahlabstinenz ist längst zum Normalfall geworden.

Der an der Uni Bern lehrende Politologe Markus Freitag hat herausgefunden, dass die Nichtwähler keineswegs eine homogene Gruppe sind, sondern sich in sechs Kategorien einteilen lassen (siehe Kasten). Die viel zitierten Politverdrossenen, also jene, die der Politik aus Frust den Rücken gekehrt haben, machen nur einen kleinen Teil der Nichtwähler aus. Der Grossteil ist mit den herrschenden Zuständen mehr oder weniger zufrieden und fühlt sich ins System eingebunden, wie Freitag schreibt. Ein Teil von ihnen nimmt gelegentlich an Abstimmungen oder auch an Bürgeraktionen teil.

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