Zürich

«Wir sind Pragmatiker»

Ruedi Noser (FDP) freut sich, dass er die Wahl mit deutlichem Vorsprung und ohne Unterstützung der SVP geschafft hat. Mit Daniel Jositsch (SP) zusammen gewählt zu sein, sei eine gute Ausgangslage.

Freut sich über die Wahl: Der neue Zürcher Ständerat Ruedi Noser (FDP). (Archivbild)

Freut sich über die Wahl: Der neue Zürcher Ständerat Ruedi Noser (FDP). (Archivbild) Bild: Melanie Duchene

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Was bedeutet dieser Tag für Sie?
Ruedi Noser: Es ist ein glücklicher Tag. Ich habe zwar Respekt vor dem Amt, aber ich bin stolz, den Kanton Zürich vertreten zu können und dass mir die Bevölkerung das zutraut. Ich hoffe, in vier Jahren zeigen zu können, dass ich es wert war.

Wie gross ist die Erleichterung?
Riesig. Am Morgen war ich ziemlich nervös, aber um 12.30 Uhr habe ich daran geglaubt, dass das Resultat klar ist. Der Wahlkampf war anstrengend. Dass es so herausgekommen ist, ist wirklich eine Freude.

Sie haben mit klarem Abstand gewonnen.
Der grosse Vorsprung hat mich selber überrascht. Er zeigt, dass die Bevölkerung genau hinschaut, welchen Kandidaten sie wählt. Er zeigt auch, dass ich einen guten Wahlkampf geführt habe. Ich habe nicht nach links oder nach rechts geschaut, sondern mich als Person profiliert.

Wäre es nicht einfacher gewesen, wenn die Bürgerlichen mit nur noch einem Kandidaten angetreten wären?
Einfacher wäre es gewesen, dafür ist die Freude nun umso grösser.

Wie beeinflusst das die ­Beziehung zwischen Ihnen und der SVP in Zukunft?
Wir müssen nach vorne schauen und einen Strich unter diese Sache ziehen. Ich hoffe, dass wir in Zukunft konstruktiv zusammenarbeiten können.

Sie bekamen wohl wieder viele SVP-Stimmen. Fühlen Sie sich diesen Wählern besonders verpflichtet?
Ich fühle mich allen Zürchern verpflichtet. Es ist die Aufgabe von Daniel Jositsch und mir, dass wir den ganzen Kanton vertreten. Wir können ihn ja nicht aufteilen, er links, ich rechts.

Was bewegen Sie und Daniel Jositsch zusammen in Bern?
Wenn der Kanton Zürich ein Problem hat, muss man das schweizweit lösen. Sei das in der Wirtschaft, dem Finanzplatz, der Versicherungsbranche, aber auch der Forschung und Bildung. Wir müssen für die Rahmenbedingungen des Kantons kämpfen, damit wir weiterhin erfolgreich sein können. Nur ein starker Kanton Zürich kann auch weiterhin in den Finanzausgleich zahlen.

Wie einfach wird Ihnen das fallen mit Daniel Jositsch?
Daniel Jositsch ist kein Ideologe, Ruedi Noser ist kein Ideologe. Wir sind Pragmatiker und kommen gut miteinander aus. Wenn es ihm gelingt, seine Leute zu überzeugen, und es mir gelingt, meine zu überzeugen, dann liegt eine grosse Mehrheit drin. Die Ausgangslage ist gut.

Was verändert sich für Sie ­persönlich?
Das Mandat ist so zeitintensiv, dass ich im Unternehmen wohl kürzertreten muss. Aber das wird sich alles noch zeigen. (landbote.ch)

Erstellt: 23.11.2015, 11:13 Uhr

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