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Zürcher Regierung hat Vorbehalte gegenüber unterirdischer Güterbahn

Grundsätzlich ist die Zürcher Regierung interessiert an den Plänen für eine unterirdischen Güterbahn, auch «Cargo sous terrain» genannt.

Schon in weniger als 15 Jahren soll eine erste Pilotstrecke in Betrieb sein: Das Projekt «cargo sous terrain» scheint gemäss Zürcher Regierung noch nicht ganz ausgereift.
Schon in weniger als 15 Jahren soll eine erste Pilotstrecke in Betrieb sein: Das Projekt «cargo sous terrain» scheint gemäss Zürcher Regierung noch nicht ganz ausgereift.
LOGLAY/NITIN DESIGN

Für die unterirdische Güterbahn, auch «cargo sous terrain» genannt, besteht durchaus Interesse der Zürcher Regierung. Weil aber noch unklar ist, ob die Güterbahn auch die Zentren entlastet, hat die Regierung gleichzeitig grosse Vorbehalte.

Die privaten Initianten von «Cargo sous terrain» wollen ein unterirdisches Logistiknetz von Genf quer durch das Mittelland bis nach St. Gallen realisieren. Dabei sollen kleine, unbemannte Transportfahrzeuge Waren zwischen den grossen Handelszentren transportieren. Auch Zürich würde an die Güter-Bahn angeschlossen.

Bereits 2030 soll eine erste Pilotstrecke zwischen Niederbipp BE/Härkingen SO und Zürich in Betrieb gehen. Kosten soll dieser Abschnitt 3,5 Milliarden Franken.

So weit, so interessant, findet die Zürcher Regierung. Eine Auslagerung des Güterverkehrs auf einen separaten Verkehrsträger sei grundsätzlich begrüssenswert, schreibt sie in einer am Donnerstag veröffentlichten Antwort auf eine BDP-Anfrage.

Wie kommt die Fracht in den Tunnel?

Nach heutigem Kenntnisstand sei es aber fraglich, ob «Cargo sous terrain» auch den Zentren nütze. Das Kernstück des Projektes, der Cargo-Tunnel, entlaste vor allem die Hauptachsen. Für die Feinverteilung gebe es noch wenig konkrete Lösungen.

Ausschlaggebend ist nach Ansicht der Regierung aber, wie die Fracht zu den Transportfahrzeugen kommt. Würden für die Anlieferung Lastwagen oder Züge verwendet, sei für die Zentren wohl keine Entlastung zu erwarten - im Gegenteil. Strassen und Bahnverbindungen rund um die Hubs würden allenfalls noch stärker belastet als heute.

Von den Anschlussstellen hängt es nach Ansicht der Regierung ab, ob der Transporttunnel auf dem Markt und bei der Bevölkerung eine Chance hat. Dieser Aspekt müsse deshalb besser abgeklärt werden.

SDA/mcp

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