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Zürcher Regierungsrat rechnet mit mehr Aufnahmeklassen

Der anhaltende Zustrom von Flüchtlingen fordert auch die Schulen im Kanton Zürich. Der Regierungsrat geht davon aus, dass im laufenden Jahr weitere Aufnahmeklassen geschaffen werden müssen.

Im laufenden Jahr müsse das Angebot an Aufnahmeklassen und dem Anfangsunterricht in Deutsch als Zweitsprache im Kanton Zürich ausgebaut werden, sagt der Regierungsrat.
Im laufenden Jahr müsse das Angebot an Aufnahmeklassen und dem Anfangsunterricht in Deutsch als Zweitsprache im Kanton Zürich ausgebaut werden, sagt der Regierungsrat.
Heinz Diener

Rund 700 schulpflichtige Flüchtlingskinder wurden im vergangenen Jahr dem Kanton Zürich neu zugeteilt. Diese wurden in einer ersten Phase vorübergehend in besondere Aufnahmeklassen für Kinder aus den kantonalen Durchgangszentren eingeschult. Ende 2015 gab es 20 solche Klassen, wie der Regierungsrat in einer heute publizierten Antwort auf eine Anfrage von EDU und SVP festhält.

Gleiche Zahl wie 2015

Nach wenigen Monaten werden die Flüchtlingskinder anteilsmässig auf alle Gemeinden im Kanton verteilt und eingeschult. In grösseren Gemeinden wurden dafür im letzten Jahr auch Aufnahmeklassen geschaffen. In den anderen Gemeinden erfolgte die Einschulung in die Regelklasse, unterstützt durch einen intensiven täglichen Deutsch als Zweitsprache (DaZ) - Unterricht.

Für das laufende Jahr rechne das Staatssekretariat für Migration mit einer gleichen Anzahl Asylsuchender wie 2015, schreibt der Regierungsrat. Diese Annahme sei allerdings mit vielen Unsicherheiten behaftet.

Rund 70 zusätzliche Lehrpersonen benötigt

Eine gleich grosse Zahl von schulpflichtigen Flüchtlingskindern wie im vergangenen Jahr könne in die bestehenden Aufnahmeklassen eingeschult werden, hält der Regierungsrat fest. Die Kosten von rund 3 Millionen Franken würden vom Kanton getragen.

Mit einem Ausbaubedarf zu rechnen sei dagegen bei den Aufnahmeklassen und insbesondere beim DaZ-Unterricht. 700 Kinder erforderten rund 50 Stellen in diesen beiden Bereichen. Dafür würden rund 70 zusätzliche Lehrpersonen benötigt.

Die zusätzlichen Lohnkosten von rund 7 Millionen Franken würden zu 20 Prozent vom Kanton und zu 80 Prozent von den Gemeinden getragen. Die Kosten für den DaZ-Unterricht müssen die Gemeinden voll übernehmen.

(SDA)

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