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Zürich testet automatische Zufahrtskontrolle

Vor rund einem Jahr entschied Zürich aus Kostengründen, die Barrieren in der Innenstadt abzubauen. Nun unternimmt die Stadt einen neuen Versuch, das Nachtfahrverbot durchzusetzen.

Aus Lärmschutzgründen darf nicht jedermann nach 22 Uhr durch die Zürcher Innenstadt fahren.
Aus Lärmschutzgründen darf nicht jedermann nach 22 Uhr durch die Zürcher Innenstadt fahren.
Keystone

Die Stadt Zürich startet einen neuen Versuch, um das Nachtfahrverbot durchzusetzen. Die Stadtpolizei und die Dienstabteilung Verkehr testen ab Donnerstag bis Ende Herbst eine automatische Zufahrtskontrolle westlich der Langstrasse.

Das System erfasst die Nummernschilder der Fahrzeuge. Danach gleicht es die Nummern mit der Datenbank der Zufahrtsbewilligungen ab. So erkennt es Fahrzeuge, die unberechtigt ins Nachtfahrverbotsgebiet fahren und die Halter werden entsprechend von der Stadtpolizei gebüsst, wie die Stadt Zürich am Dienstag mitteilte.

In der Versuchsphase steht ein Gerät zur Verfügung, das an zwei wechselnden Standorten bei den Zufahrten ins Nachtfahrverbotsgebiet westlich der Langstrasse eingesetzt wird. Dieses wird durch die Lang-, Schönegg-, Feld- und Hohlstrasse begrenzt.

Die Stadt hat die Quartiervertreter, die dem Versuch positiv gegenüberstünden, in die Versuchsplanung miteinbezogen. Die Anlage ist durch einen Hinweis als Kontrollsystem erkennbar. Ausserdem sei der Test vom Datenschutzbeauftragten überprüft worden und erfülle die Datenschutzanforderungen, wie es weiter heisst.

Um die Wirksamkeit zu prüfen, wird der Versuch, der rund 80'000 Franken kostet, durch ein Monitoring begleitet. Sollte sich das Konzept bewähren, überlegt sich die Stadt einen späteren Ausbau.

Barrieren abgeschafft

Im April 2016 entschied die Stadt, die über 70 Barrieren bei Zufahrten in Fahrverbots- und Fussgängerzonen abzuschaffen. Sie sorgten unter anderem dafür, dass die Anwohner in ihren Quartieren nachts nicht von Verkehrslärm gestört wurden.

Rund die Hälfte der Barrieren wurde täglich von privaten Sicherheitsleuten bedient - einige ständig, damit Zufahrtsberechtigte passieren konnten. Durch das Bedienen und den Unterhalt entstanden Kosten in Höhe von über einer Million Franken. Unverhältnismässig, wie die Stadt befand.

Die Polizei führte nach dem Ende der Barrieren vermehrt Kontrollen durch. Da diese jedoch personalintensiv sind und Forderung aus den Quartieren laut wurden, suchen die Stadtpolizei und die Dienstabteilung Verkehr nun nach alternativen Lösungen.

SDA/huy

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