Öffentlicher Verkehr

ZVV will Ticketpreise vorerst nicht erhöhen

Zugfahren im Raum Zürich wird vorerst nicht teurer. Der Zürcher Verkehrsverbund (ZVV) sieht von einer Erhöhung des Ticketpreises ab.

Für 2020 und 2021 ist im Gebiet des ZVV keine Tariferhöhung vorgesehen.

Für 2020 und 2021 ist im Gebiet des ZVV keine Tariferhöhung vorgesehen. Bild: Keystone

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Auf dem Gebiet des Zürcher Verkehrsverbunds (ZVV) soll es in der Fahrplanperiode 2020/2021 keine Tariferhöhung geben. Dies geht aus einer Mitteilung des Regierungsrates vom Donnerstag hervor.

Er beantragt dem Kantonsrat zur Deckung des Defizits des ZVV für diesen Zeitraum einen Rahmenkredit von 684 Millionen Franken. Dieser deckt die Kosten des öffentlichen Verkehrsangebots im Kanton Zürich für die nächsten zwei Jahre, die nicht durch den Verkehrsertrag und Nebenerträge gedeckt werden. Er wird zur Hälfte durch die Gemeinden und zur Hälfte durch den Kanton finanziert.

Der ZVV hat das finanzpolitische Ziel, dass sich sein Defizit mittelfristig nur im Rahmen des Wirtschaftswachstums entwickeln soll. Mit dem vorliegenden Rahmenkredit von 684 Millionen Franken für die Fahrplanjahre 2020 und 2021 werde diese Vorgabe erneut erreicht, heisst es in der Mitteilung weiter. Der Rahmenkredit liegt 25 Millionen Franken unter demjenigen für die laufende Fahrplanperiode.

Der Aufwand steigt voraussichtlich nur geringfügig, und das Wachstum der Erträge dürfte insgesamt grösser ausfallen. Für das Jahr 2020 wird ein Defizit von 348 Millionen Franken veranschlagt, im Jahr 2021 sind es rund 336 Millionen Franken. Für beide Jahre ist keine Tariferhöhung vorgesehen. Die letzte Tarifanpassung im ZVV erfolgte im Dezember 2016.

Ausser dem Rahmenkredit unterbreitet der Regierungsrat dem Kantonsrat auch noch die ZVV-Strategie 2022-2025. Der Regierungsrat geht davon aus, dass das Wachstum der Bevölkerung und der Beschäftigten im Kanton bis 2025 um rund 20 Prozent steigen wird. Grössere Angebotsausbauten bei der S-Bahn seien jedoch erst wieder im Zeitraum 2035 möglich, heisst es in der Mitteilung.

Pünktlichkeit und Verlässlichkeit

Mit den 4. Teilergänzungen der Zürcher S-Bahn wurde zwischen 2014 und 2018 der grösste Angebotsausbau in der Geschichte des ZVV umgesetzt. In den kommenden zwei Jahren liegt der Fokus mehrheitlich auf diversen Massnahmen zur Festigung dieses neuen Angebots sowie auf der Sicherstellung einer hohen Pünktlichkeit und Verlässlichkeit.

Bis 2022 wird beispielsweise die Limmattalbahn zwischen Zürich-Altstetten und Killwangen-Spreitenbach AG vollständig in Betrieb genommen. Für das Tram Zürich Affoltern und die Verlängerung der Glattalbahn von Zürich Flughafen bis Kloten Industrie werden die nächsten Projektschritte vorangetrieben.

Abhängig vom Volksentscheid und der Sicherung der Finanzierung durch den Kanton werden auch die Projektierungsarbeiten für das Gesamtprojekt Rosengartentram und Rosengartentunnel gestartet.

Erstellt: 11.07.2019, 11:46 Uhr

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