Schwamendingen

Zwei Überquerungen für die Einhausung

Im März soll der Bau der Einhausung Schwamendingen beginnen. Die Vorbereitungen laufen. In der Nacht auf Mittwoch wurden zwei provisorische Brücken über die A 1 gehoben.

Nur noch Zentimeter fehlen: Die provisorische Fussgängerbrücke Saatlenstrasse wird eingepasst. Sie überquert die Autobahn A1, die in diesem Abschnitt eingehaust wird.

Nur noch Zentimeter fehlen: Die provisorische Fussgängerbrücke Saatlenstrasse wird eingepasst. Sie überquert die Autobahn A1, die in diesem Abschnitt eingehaust wird. Bild: Thomas Marth

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Einen Kilometer lang und 30 Meter breit wird die Einhausung Schwamendingen. Sie schliesst an den Schöneichtunnel an und wird den Anwohnern der Autobahnschneise die lang ersehnte Ruhe bringen. Noch müssen sie sich aber gut sechs Jahre gedulden. Und bis das Bauwerk steht, dürfte der Lärmpegel zuweilen noch höher liegen als sonst. Denn das Bauwerk wird erstellt, ohne dass die Autobahn deswegen gesperrt wird. Auch Nachtarbeit wird sich daher nicht vermeiden lassen.Eine laute Nacht gab es bereits diese Woche im Rahmen der Vorbereitung des Bauprojektes. In der Nacht auf Mittwoch wurden zwei Fussgängerbrücken eingehoben. Die Autobahn war gesperrt. Um 22 Uhr begann die Aktion, bis um 5 Uhr musste alles fertig sein, damit der Verkehr wieder fliessen konnte. Es gelang.

Trotz zeitweisem Regen stiess das Spektakel auf reges Interesse. So gesellten sich zu den zwei Dutzend orange gekleideten Bauleuten ungefähr ebenso viele Zuschauerinnen und Zuschauer. In den Randbereichen mischten sich die Gruppen. Wer Auskünfte wollte, bekam sie. Bauherrin ist das Bundesamt für Strassen (Astra). Die Bauleitung bemüht sich um einen guten Kontakt vor Ort.

Zahlreiche Häuser abgerissen

Eine Männergruppe tauscht sich über technische Details aus. Zwei ältere Damen weisen auf den In­stallationsplatz für die Einhausung gleich hinter der entstehenden Brücke. Sie erinnern sich an eine Frau, die in einem der Häuser dort gewohnt hat. Zahlreiche Gebäude wurden abgerissen, um Platz zu schaffen. Sechs Baugenossenschaften sind betroffen von dem Projekt Einhausung, ist von Esther Haas zu erfahren, Geschäftsleiterin der IG Pro Zürich 12. In ihr sind 15 gemeinnützige Wohnbauträger mit Wohnungen in Schwamendingen zusammengeschlossen. Sie ist mit einem Mikrofon unterwegs und sammelt Eindrücke für Ueberlandpark.tv, den Blog der Schwamendinger Genossenschaften. So trennend die Autobahnschneise auch ist – die Anstrengungen für eine Verbesserung hat die Leute einander auch nähergebracht.

Während der Bauzeit werden die Unterführungen Saatlenstrasse und Tulpenweg vorübergehend gesperrt sein. Dann als Ersatz zur Verfügung zu stehen, ist Aufgabe der neuen Brücken. Sie werden nach Fertigstellung der Einhausung wieder abgebaut. Bei jener, die gerade im Bereich Saatlenstrasse zwischen die betonierten Aufgänge eingepasst wird, handelt es sich um eine Wiederverwendung, wie von Projektleiter Rolf Eberle zu erfahren ist. Sie diente zuvor als Provisorium auf der Baustelle am Nordring. Die Aufgänge zu beiden Brücken sind mit Liften versehen

Sie dienen auch den Trampas­sagieren. Denn hier verläuft der Tramtunnel Milchbuck–Schwamendingen unter der Autobahn; Siebner und Neuner befahren ihn. Das sei einer der Gründe, dass die Einhausung ein eher anspruchsvolles Vorhaben sei, erklärt Eberle. Auf den Tramtunnel darf kein weiteres Gewicht kommen. Deshalb wird die Einhausung auf Pfähle abgestützt. Auch das wird Lärm verursachen. Immerhin so weit aber kann Eberle Entwarnung geben: Es wird gebohrt und nicht gerammt. (Zürcher Regionalzeitungen)

Erstellt: 05.12.2018, 18:29 Uhr

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