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Theresa May befürchtet weitere Anschläge

Im Zusammenhang mit dem Terroranschlag von London sind zwölf Menschen festgenommen worden. Ein Mann wurde von der Polizei wieder auf freien Fuss gesetzt.

Ein Polizist patroulliert am Sonntag nahe der London Bridge, wo sich am Abend zuvor ein Terroranschlag ereignete.
Ein Polizist patroulliert am Sonntag nahe der London Bridge, wo sich am Abend zuvor ein Terroranschlag ereignete.
key, Keystone

Zwölf Personen wurden im Osten Londons von der Polizei festgenommen, die mit dem Anschlag in Verbindung gebracht werden. Ausserdem seien noch Hausdurchsuchungen im Gange, teilt die Polizei mit. Zuvor hatte bereits der Nachrichtensender Sky News von Festnahmen berichtet. Nach Angaben des Senders durchsuchten schwer bewaffnete Polizisten unter anderem das Haus eines der drei Attentäter. Ein Fotograf der Nachrichtenagentur AFP beobachtete, wie vier verschleierte Frauen abgeführt wurden.

Anschläge nicht aus Ausland gesteuert

Insgesamt drei Täter wurden von der Polizei erschossen. Die Identität der mutmasslichen Attentäter ist der Polizei bekannt sei. Zu dem jüngsten Anschlag bekannte sich zunächst niemand. Jedoch verwies die auf dschihadistische Propaganda spezialisierte Site Intelligence Group darauf, dass Anhänger der Terrormiliz Islamischer Staat (IS) den Anschlag in ihren Foren und Chat-Kanälen feierten und den IS hinter der Tat vermuteten. Aus Sicht von Londons Polizeichefin Cressida Dick sind die Anschläge in London jedoch nicht aus dem Ausland gesteuert worden. Die jüngsten Anschläge hätten «zweifellos» eine internationale Dimension gehabt. Der Schwerpunkt liege aber in Grossbritannien selbst, sagte Dick am Sonntag dem Radiosender BBC4. Nach dem Anschlag in London vermeldete die Polizei am Montag weitere Festnahmen. Bei Durchsuchungen im Osten der britischen Hauptstadt seien mehrere Verdächtige in Gewahrsam genommen worden, teilte Scotland Yard am Montagmorgen mit. Die Razzien fanden demnach in den östlichen Stadtteilen Newham und Barkin statt. Anti-Terror-Einheiten hätten dort zwei Immobilien durchsucht. Zuletzt hatte die Polizei von bislang zwölf Festnahmen gesprochen. Demzufolge befanden sich noch sieben Frauen und vier Männer in Gewahrsam, nachdem ein Mann auf freien Fuss gesetzt worden war.

21 Personen befinden sich in kritischem Zustand

Bei den Angriffen auf der London Bridge und dem Borough Market hatten die Angreifer am Samstagabend mindestens sieben Menschen getötet. Von den etwa 50 Menschen, die beim Terroranschlag von London verletzt worden sind, befinden sich 21 noch in kritischem Zustand. Laut neuesten Angaben der Behörden sind unter den Schwerverletzten auch zwei Polizeibeamte. Premierministerin Theresa May kam laut PA zu einem privaten Besuch ins King's College Hospital, um Verletzte zu besuchen und mit dem Personal zu sprechen.

May befürchtet weitere Anschläge

Die britische Premierministerin Theresa May befürchtet einen weiteren Terroranschlag in Grossbritannien. Die Behörden schätzten die Gefahr für die nationale Sicherheit weiterhin als «schwerwiegend» ein, sagte May nach einem Krisentreffen. Ein terroristischer Angriff in Grossbritannien sei «sehr wahrscheinlich», sagte sie nach dem Gespräch mit Vertretern der wichtigen Sicherheitsbehörden in London. May verurteilte den Terroranschlag vom Samstagabend als Attacke auf die freie Welt. «Das war ein Angriff auf London und auf das Vereinigte Königreich. Aber es war auch ein Angriff auf die freie Welt», sagte sie. Es sei nun klar, dass es Opfer verschiedener Nationalitäten gebe.

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