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Krimi am Australian OpenUnd wieder bricht der Vulkan Djokovic aus

Beim Sieg gegen Alexander Zverev in der bisher besten Partie von Melbourne zeigte die Nummer 1 ihre verschiedensten Gesichter. Nun scheint der Weg zum 9. Titel frei.

Rohe Gewalt: Beim Stand von 1:4 im dritten Satz entlädt sich Djokovics aufgestauter Frust am Schläger.
Rohe Gewalt: Beim Stand von 1:4 im dritten Satz entlädt sich Djokovics aufgestauter Frust am Schläger.
Foto: Matt King (Getty Images)

Novak Djokovic erinnere ihn an einen «Vulkan vor der Explosion», sagte Boris Becker aus dem fernen Deutschland als Kommentator von «Eurosport» über seinen früheren Schützling. Der dreifache Wimbledonsieger täuschte sich nicht. Augenblicke später entlud sich der aufgestaute Zorn des Serben in diesem Viertelfinal des Australian Open. Er drosch sein Racket mit roher Gewalt dreimal derart hart auf seinen Arbeitsplatz, dass einem angst um den Spielbelag werden konnte.

Es war kurz vor 23 Uhr in Melbourne, und der Weltranglistenerste lag 6:7 (6:8), 6:2, 1:4 im Rückstand gegen Alexander Zverev. Doch das zerstörte Racket und die eingehandelte Verwarnung – auf dem Stuhl sass Aurélie Tourte, die ihn am US Open 2020 disqualifiziert hatte – lohnten sich für Djokovic. Er gewann fünf Games in Folge, holte auch im vierten Satz mehrere Rückstände auf und erreichte mit einem 6:7, 6:2, 6:4, 7:6 (8:6) seinen 9. Halbfinal am Australian Open. Bisher hat er das Turnier jedes Mal gewonnen, wenn er so weit kam.

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