Zum Hauptinhalt springen

Neuer VerdachtUnispital soll mit Abrechnungen getrickst haben

Die Klinik für Herzchirurgie kassierte gemäss eines Medienberichts Versicherungsgelder für nicht erbrachte Leistungen.

Mindestens eine Million Franken soll die Herzchirurgie-Klinik unrechtmässig eingezogen haben (Symbolbild).
Mindestens eine Million Franken soll die Herzchirurgie-Klinik unrechtmässig eingezogen haben (Symbolbild).
Reto Oeschger

Die Klinik für Herzchirurgie am Zürcher Universitätsspital (USZ) kommt nicht zur Ruhe. Wie mehrere Krankenkassen gegenüber der «NZZ am Sonntag» bestätigen, wurden sie vom USZ über mutmasslich unrechtmässig abgerechnete Leistungen informiert. Die Klinik für Herzchirurgie soll über längere Zeit viel zu hohe Beträge für Gespräche mit Patienten eingefordert und sogar Visiten in Rechnung gestellt haben, die gar nicht stattfanden.

Angeblich kassierte die Klinik auf diese Weise mindestens eine Million Franken. «Wir gehen davon aus, dass sich die Lage in nützlicher Frist klärt», sagt eine CSS-Sprecherin. Auch die Swica rechnet damit, von den falschen Abrechnungen betroffen zu sein. Ein Helsana-Sprecher sagt, der Versicherer stehe ebenfalls in Kontakt mit dem Spital. Die Klinik für Herzchirurgie ist seit Wochen in den Schlagzeilen, weil ein Whistleblower mutmassliche Verfehlungen des Klinikdirektors Francesco Maisano publik gemacht hatte. Maisano wurde daraufhin vorsorglich des Amtes enthoben.

(red)