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Premier League 38. RundeUnited dank Fernandes in der Champions League

Am letzten Spieltag der Premier League sichert sich Manchester United die Teilnahme an der Königsklasse. Bournemouth und Watford steigen ab.

Manchester United kann sich auf die Champions-League-Teilnahme freuen, Kasper Schmeichel und Leicester müssen sich mit der Europa League begnügen.
Manchester United kann sich auf die Champions-League-Teilnahme freuen, Kasper Schmeichel und Leicester müssen sich mit der Europa League begnügen.
Getty Images

Manchester United kehrt nach einem Jahr Abwesenheit in die Champions League zurück. Die Red Devils sicherten sich am letzten Spieltag der Premier League den dritten Tabellenplatz durch einen 2:0-Erfolg gegen den direkten Konkurrenten Leicester City. Natürlich war er es, der United den Sieg sicherte: Bruno Fernandes. Der Portugiese und einflussreichste Spieler seines Teams verwandelte einen Penalty (71. Minute), Jesse Lingard erhöhte in der 98. Minute auf 2:0 .

Leicester, nach einer Roten Karte am Ende in Unterzahl, muss sich nach einer starken Saison mit Platz fünf und der Europa League begnügen, weil Chelsea noch vorbeizog. Die Londoner gewannen zuhause durch Tore von Mason Mount (45.+1) und Olivier Giroud (45.+4) gegen Wolverhampton 2:0. «Das bedeutet mir sehr viel», sagte Trainer Frank Lampard, der in seiner ersten Saison als Chelsea-Coach auch im Finale des FA Cups gegen Arsenal steht. Von Chelseas Sieg gegen Wolverhampton profitierte auch Tottenham, das mit einem mageren 1:1 bei Crystal Palace noch an den Wolves vorbeizog und als Sechster in der Europa League spielen wird.

Villa zittert sich zum Klassenerhalt

Nur Norwich stand vor den Sonntagsspielen als Absteiger fest. Aston Villa, Watford und Bournemouth hatten die Chance auf eine weitere Saison in der höchsten Liga. Grosser Gewinner des Abstiegskampfs ist Aston Villa: Der Traditionsclub aus Birmingham kann dank einem 1:1-Unentschieden bei West Ham die Klasse halten, weil Watford mit 2:3 bei Arsenal verlor.. Ausgerechnet Captain Jack Grealish, der als 6-jähriger Junge zum Club stiess, brachte seine Farben in der 84. Minute in Führung . Der grosse Jubel hielt nicht lange an: Andrej Jarmolenko glich wenige Sekunden später aus. Villa überstand die nervöse Schlussphase ohne weiteren Gegentreffer.

Nach Jack Grealishs Führungstor gab es für Aston Villa kein Halten mehr.
Nach Jack Grealishs Führungstor gab es für Aston Villa kein Halten mehr.
Matt Dunham/Getty Images

Bitter lief der letzte Spieltag für Bournemouth. Der Club von der Südküste Englands steigt nach fünf Jahren in der Premier League ab, obwohl er gegen Everton 3:1 gewann. Es ist das Ende einer märchenhaften Reise, die für Bournemouth und seinen Trainer Eddie Howe vor elfeinhalb Jahren begann. Der damals 31-jährige Howe wurde Bournemouth- Trainer, als das Team in der vierthöchsten Liga spielte. Howe gelang Aufstieg um Aufstieg, zwischenzeitlich verliess er den Club 18 Monate lang und war Burnley-Trainer, bevor er zu Bournemouth zurückkehrte. Der Engländer führte den Club trotz wenig finanziellen Mitteln bis in die Premier League. Nun fehlte ein Punkt für eine weitere Saison in der Premier League.

Dritter Absteiger ist Watford, das fünf Saisons in der Premier League gespielt hat. Die Niederlage im Emirates Stadium war der Schlusspunkt einer turbulenten Saison. Interimstrainer Hayden Mullins war der vierte Trainer, der in dieser Spielzeit an der Seitenline des Clubs aus dem Nordwesten Londons stand. Alle drei seiner Vorgänger waren entlassen worden.

Liverpool mit Sieg zum Abschluss

Der FC Liverpool, der schon seit Ende Juni als Meister feststand, sicherte sich mit einem 3:1-Sieg bei Newcastle United einen Clubrekord. 99 Punkte sind der höchste Wert, den die Reds jemals in einer Saison erreicht haben. Virgil van Dijk (38.), Divock Origi (59.) und Sadio Mané (89.) trafen nach früher Newcastle-Führung, Xherdan Shaqiri sass auf der Bank. «Für diesen wunderbaren Club war es eine aussergewöhnliche Saison», sagte Van Dijk nach dem Spiel, «das sollte uns anspornen, den Titel zu verteidigen. Es wird schwer.» (va/dpa)